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Polarlichter über Norddeutschland

Die Sonne befindet sich in ihrem 11-jährigen Aktivitätszyklus zur Zeit in der Nähe des Maximums. Immer wieder gibt es Strahlungsausbrüche und manche der dabei ausgeworfenen Plasmawolken zielen genau auf die Erde, wo sie nach einiger Zeit ankommen und teils heftige Polarlichter auslösen. Das ist immer ziemlich unvorhersehbar und noch schwieriger als eine Wettervorhersage :-).

In den letzten Tagen gab es wieder eine Gelegenheit und Randolf und ich waren unabhängig voneinander in der Nacht vom 12. auf den 13. August zu einer dunklen Stelle unterwegs, um Fotos aufzunehmen, Randolf vor Mitternacht im Süderholmer Moor, ich nach Mitternacht in den Feldern zwischen Jützbüttel und Immenstedt. Da wir beide noch sehr unerfahren in der Polarlichtfotografie sind, mussten wir uns erst an die richtigen Kameraeinstellungen herantasten.

Mit bloßem Auge konnte man ehrlicherweise wenig erkennen und Farben allenfalls ansatzweise, man sah nur einen aufgehellten Nordhimmel, der sich immer wieder änderte. Erst die Kamera bringt die ganze Farbenpracht zum Vorschein, wobei eine möglichst kleine Brennweite anzustreben ist, denn die Polarlichter reichten vom Horizont teils bis hoch zum Polarstern! Man kann ja mal das markante Sternbild des Großen Wagens auf den Bildern suchen, um einen Eindruck von der Größe des Polarlichts zu bekommen!

Bei kurzen Belichtungszeiten (um wenige Sekunden herum) und entsprechend dann hohen ISO-Werten bekommt man die „Beamer“ (die hellen Streifen) mit, die sich im Sekundentakt bewegen können, bei langen Zeiten (10 und mehr Sekunden) hat man mehr Polarlichthimmel und mehr Sterne auf dem Bild. Bei den langen Zeiten gibt es auch die Chance, die Milchstraße zu erkennen und ein paar Sternschnuppen (Perseiden) kommen auch ins Bild. Dann sieht man auch die Unzahl an Sternen, die am Himmel stehen!

Randolf hat mit ISO 3200 und 2500, Blende 1,4 und 3,2 Sekunden Belichtungszeit gearbeitet, ich habe ISO-Werte zwischen 1600 und 25600, Blende 2,0 und Zeiten zwischen 3 und 20 Sekunden verwendet. Die Farben in den Bilder waren tatsächlich so, da wurde nicht digital nachgeholfen!

Randolf

Randolf

Alfred

Alfred

Die zwei Beispielbilder zeigen einen ersten Eindruck. Bei Klick auf ein Bild gelangt man zu jeweils einem Webalbum, das obere Bild führt zu Randolfs Bildern, das untere zu meinen.
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Schneedetails

SchneedetailDer Winter hat uns in Norddeutschland jetzt schon einige Male mit Schnee und Raureif überrascht.

Da muss man sich schnell entscheiden, um das zu fotografieren, bevor die zarten Gebilde durch Wind und Sonne wieder dahin sind.

Ein Klick auf das Bild zeigt einige Eindrücke aus den letzten Tagen.

Hier ist ein weiteres Album mit Details vom letzten Dezember zu finden.

 

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Fotoausflug nach Brunsbüttel

Wir hatten uns Mitte Oktober zu einem Fotoausflug nach Brunsbüttel verabredet. Dagmar, Jörg, Uli und Alfred trafen sich an der Brunsbütteler Fähre. Von dort ging es am Kanal entlang zur Schleuse. Dort lief aus dem Nord-Ostsee-Kanal gerade ein relativ großes Containerschiff ein. Wir konnten von der Aussichtsplattform beobachten, wie die Schleusung vonstatten ging.

Anschließend gingen wir weiter am Kanal entlang bis zur Einmündung in die Elbe. Unterwegs gab es immer wieder Motive zum Fotografieren. Die Sonne schien von einem zunehmend wolkenloseren Himmel und es war nahezu windstill.

An der Elbe konnten wir dann einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben und sogar ein großer Starenschwarm zog vorüber. Nach dem Untergang gingen wir zurück am Kanal entlang, wobei es einige interessante Spiegelungen von Lichtern der Hafenanlagen und den Kränen der Schleusenbaustelle im nahezu glatten Wasser zu sehen gab.

Im Lokal Torhaus machten wir eine Pause, um uns mit Essen und Getränken zu stärken. Danach fuhren wir über die Fähre auf die Südseite, um dort noch einige Nachtaufnahmen der großen Industriebetriebe mit ihren vielen Lichtern und Dampfschwaden aufzunehmen.

Es war dann schon ziemlich spät, als wir uns wieder auf den Heimweg machten.

Eine Auswahl an Bildern kann hier angesehen werden. Auf den Webseiten einiger Teilnehmer sind weitere Bilder eingestellt.

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Hornissen am Fliederstrauch

Zur Zeit tummeln sich jeden Tag etliche Hornissen am Fliederstrauch. Sie knabbern mit ihren scharfen, kräftigen Beißzangen die Rinde von Trieben ab, das nennt man ‚ringeln‘. Die Schäden an den Pflanzen sind dabei nicht gravierend, da nur einzelne jüngere Triebe geringelt werden.

Das Ringeln hat ausschließlich den Zweck, den köstlichen Zuckersaft zu erreichen, der aus der beschädigten Rinde austritt. Dieser Saft ist von hoher Energie und fungiert für Hornissen sozusagen als Flugbenzin.

Ihre Vorliebe für Flieder könnte in der äußerst zarten, saftigen Rinde begründet liegen.

Ich habe dieses Ringeln vor fünf Jahren schon einmal beobachtet, aber erst Anfang Oktober. Einzelne Hornissen haben dabei sogar in den kühlen Nächten am Strauch übernachtet und waren morgens kaum bewegungsfähig. In den letzten Jahren habe ich zwar immer wieder nachgeschaut, aber nichts gesehen.

Liebenswerterweise haben sie einige Knabberstellen in diesem Jahr auch in so angenehmer Höhe angelegt, dass ich bequem auf einem Hocker mit Kamera, Einbeinstativ und Makroblitz davor sitzen kann. Ich komme den Insekten mit der Frontlinse teilweise auf ganz wenige Zentimeter nahe und die Tierchen setzen sich dabei auch schon mal auf die Kamera oder die Blitzgeräte. Sie umschwirren mich dabei so nahe am Kopf, dass ich die Luftbewegung durch die Flügel spüren kann.

Ab und zu mogeln sich ein paar Fliegen oder ein Marienkäfer dazu, um auch etwas zu naschen. Obwohl sie Beute von Hornissen sind, waren die aber viel zu berauscht vom süßen Saft, als dass sie Jagd machen wollten.

Wespen nutzen manchmal eine Pause, um auch ein wenig am Festmahl teilzuhaben. Da sieht man dann, wieviel größer und kräftiger die Hornissen sind!

Zu einem Webalbum mit den Bildern kommt man mit Klick auf eines der Hornissenbilder oder über diesen Link.

Übrigens hatte Inge auch schon einmal das Vergnügen, Hornissen ausführlich beim Sammeln von Baumaterial und am Nest zu beobachten, siehe hier.

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Pfingstfeuerwerk

Auch in diesem Jahr gab es zum Albersdorfer Pfingst-Volksfest am Samstagabend wieder ein Feuerwerk. Die Wetterbedingungen waren ideal: klarer Himmel, ganz wenig Wind. So konnten die Raketen relativ unbehelligt senkrecht aufsteigen und ihre Sterne recht symmetrisch explodieren lassen.

Aus den Vorjahren wusste ich schon die günstigsten Aufnahmedaten, so dass es da keine Überraschungen gab.

Auf meiner Webseite bei den Fotoalben stehen sowohl die Feuerwerks- als auch die Umzugsbilder. Ein Klick auf das Beispielbild führt auch direkt zum Feuerwerk.

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