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Bunte Herbstfarben

In diesem Jahr ist die überwiegende Zahl meiner Makro-Naturaufnahmen per Focus-Stacking entstanden. Gerade jetzt im Herbst bieten sich viele farbenfrohe Motive. Ein paar Bilder der letzten Zeit habe ich zu  diesem Webalbum  verarbeitet.

Der Vorteil des Stackens liegt ja darin, dass das gewünschte Bilddetail von vorn bis hinten scharf dargestellt werden kann, was bei einer normalen Makroaufnahme so nie möglich ist. Das ist aber auch ein Problem: Bildteile, die links und rechts neben dem Hauptmotiv liegen, sind ebenfalls durch das Stacken scharf geworden, obwohl man sie lieber unscharf und weich haben möchte. Das lässt sich per Bildbearbeitung lindern, an einer noch besseren Umsetzung arbeite ich aber noch.

Im Moment bin ich froh, das Stacken ganz gut im Griff zu haben, wobei ich aber noch an Bildaufbau und Hintergrundgestaltung arbeiten muss.

Wer weitere Bilder sehen möchte, geht auf meine Webseite zu den Fotoalben, dort gibt es mehrere Fototstrecken zu herbstlichen Themen.

(Traum-) Schiffe auf dem Kanal

Im Internet hat man leicht die Möglichkeit, die Position von Schiffen auf dem Nord-Ostsee-Kanal zu verfolgen und abzuschätzen, wann sie an einer gewünschten Stelle vorbeikommen. So bot es sich an, unsere neuen Pedelecs auszuprobieren und die gut fünf Kilometer an den Kanal zu fahren.

Der letzte Sonntagnachmittag brachte dazu das beste Wetter mit warmer Temperatur, blauem Himmel, einzelnen Wolken und einem weißen Traumschiff. Wir sind auf der Südseite von Grünental nach Fischerhütte geradelt. Auf dem Kanal herrschte überaus reger Schiffsverkehr, das (kleine) Traumschiff ‘Silver Wind’ hatte viel Gegenverkehr und wurde selbst von einem aparten Katamaran gefolgt.

Der Montagabend konnte dann nur grauen Himmel bieten, aber dafür waren wir pünktlich zur Passage des schon imposanten Traumschiffs ‘Europa’ an der Grünentaler Hochbrücke. Hier kam auch das Fisheye-Obektiv mit nachträglicher Entzerrung zum Einsatz.

Alle Bilder dazu sind in diesem Webalbum zu sehen.

 

Mondfinsternis, mein erster Versuch

Die totale Mondfinsternis am 27. Juli bot bei bestem Sommerwetter und klarem Himmel endlich mal die Gelegenheit, ein derartiges Ereignis fotografisch festzuhalten. Ich habe derartige Nachtaufnahmen vorher praktisch noch nie durchgeführt. Ich habe dazu ein altes, analoges 500er Teleobjektiv verwendet, dass ich vor zwei Jahren zur Nutzung an meiner Panasonic mit MFT-Bajonett umgebaut hatte. (Damals wollte ich die Sonnenfinsternis fotografieren, was wegen Wolkenbedeckung leider nichts wurde 😠.)

Ein paar Tage vor der Finsternis habe ich Probeaufnahmen an dem noch nicht ganz vollen Mond vorgenommen und musste feststellen, dass das manuelle Fokussieren trotz Peaking und Fokuslupe gar nicht so einfach ist, zumal das Objektiv nicht gerade höheren Qualitätsansprüchen genügt.

Am Finsternisabend wartete ich gespannt auf den Mond, der bereits voll verfinstert aufging und zunächst nur sehr schwach zu sehen war. Da hatte ich größte Probleme, den Fokus zu finden, was man auch an den Bildern sieht. Mit zunehmender Finsternisdauer stieg der Mond immer höher und es wurde einfacher. Ich hatte nicht erwartet, dass er verfinstert so dunkel sein würde!

Aus den Bildern vom Finsternisverlauf habe ich eine Collage erstellt:

Ergänzt wurde die Finsternis durch den Planeten Mars, der sich zur Zeit in Erdnähe befindet. Auf den Bildern in der folgenden Collage ist er als rötlicher Punkt unterhalb des Mondes zu sehen.

Zusätzlich habe ich die Gelegenheit genutzt und in entgegengesetzter Richtung das Sternbild Großer Wagen aufgenommen. Dazu war dann aber nicht das Teleobjektiv sondern ein Weitwinkel nötig.

Es war ein interessanter Abend, der mich fast drei Stunden beschäftigt hat. Mit den Ergebnissen bin ich halbwegs zufrieden, aber man hätte sich noch besser vorbereiten und ein besseres Objektiv haben müssen.

“Schreck”liche Bilder

Bei intensivem Suchen findet man im Garten auf allen möglichen Pflanzen nun wieder kleine Grashüpfer. Oft sind es gepunktete Zartschrecken, die jetzt ungefähr eine Körpergröße von 1 bis 1,5 cm haben, dazu kommen noch 2 oder 3 cm für die Fühler.

Gepunktete Zartschrecke

Die Schrecken sind sehr ortstreu und kooperativ. Ein Hüpfer saß z.B. auf einer Dahlienblüte, am nächsten Tag saß er noch auf exakt derselben Blüte und am Folgetag auf einem Blatt daneben. So hat man beim Fotografieren mit der nötigen Vorsicht gute Möglichkeiten, zumal die Tierchen lange Zeit sehr still sitzen. Nur die endlos langen Fühler sind häufig in Bewegung und machen es zudem schwer, die nötige Schärfentiefe zu erreichen.

Ich habe mich daher wieder im Focus-Stacking versucht und zeige ein paar Ergebnisse in diesem Album. Am dritten Bild kann man die Fühlerbewegung sehen und aus wieviel Bildern so ein Stack zusammengesetzt ist.

Im Laufe des Sommers wachsen die Tiere noch und ich hoffe, dann weitere Bilder aufnehmen zu können.

Pusteblumen

In jedem Frühjahr blüht der Löwenzahn sehr zum Ärger vieler Gartenbesitzer, aber zur Freude der Fotografen. Nicht nur die Blüte zeigt in der Nahansicht viele überraschende Details, auch die folgenden Samen in Form der Pusteblumen sind überaus attraktiv zu fotografieren. Das Problem ist meistens die mangelnde Schärfentiefe, so dass immer nur ein Teil scharf abgebildet werden kann. Durch die Stacking-Methode gibt es jetzt ganz neue Möglichkeiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frisches Frühlingsgrün

Der Frühling lädt jedes Jahr ein, das frische Grün und die ersten Blüten zu fotografieren. Durch die Methode des Focus-Stackings kann man den Motiven wieder ganz andere Seiten abgewinnen, so dass man Schärfe und Details sehen kann, die sonst nicht zu erkennen sind.

Ich zeige ein paar Beispiele aus den letzten Tagen. Weitere Webalben sind auf meiner Webseite bei den “Fotoalben” und bei “Nur mal so” zu sehen.

Buchenkeimling

Löwenzahn

 

 

Gemswurz

Ein weiterer Stacking-Bericht

Das Wetter war zu Ostern ja nicht gerade der große Hit, aber am Ostermontag schien doch die Sonne ein wenig und lockte mich, im Garten ein paar weitere Stacking-Fotos aufzunehmen. Viel ist ja noch nicht zu sehen, aber für ein paar Versuche reichte es. Insbesondere meine Lieblingsfrühblüher, die herrlich blau blühenden Leberblümchen, mussten wieder dran glauben, aber auch ein paar Blausternchen zeigen sich schon. So allmählich gewinne ich ein Gefühl für die nötigen Einstellungen an der Kameras. Es gibt ja mehrere Parameter zu bedenken:

Blausternchen

  • Wie nah dran am Motiv bin ich?
  • Welchen Abbildungsmaßstab erreiche ich?
  • Wie weit ist mein Motiv in der Tiefe ausgedehnt?
  • Welche Schrittweite brauche ich entsprechend für die Fokusverstellung?
  • Wie viele Bilder muss ich aufnehmen, um das Motiv wie gewünscht von vorn bis hinten zu erfassen?
  • Welche Blende stelle ich ein?
  • Wie sind die Windverhältnisse, d.h. wie lange darf eine Aufnahmeserie dauern?

 

Leberblümchen, Blütenknospen

Gerade die letzte Bedingung ist bei Außenaufnahmen immer ein entscheidender Faktor. Bei jeder Stacking-Serie werden immer ca. drei oder vier Bilder pro Sekunde aufgenommen (unabhängig von der Belichtungszeit, der Fokus muss ja auch immer von Bild zu Bild verstellt werden). Meine Serien enthalten zur Zeit immer so 30 bis 100 Bilder, da kann man sich ausrechnen, wie lange eine Serie dauert.

Leberblümchen

Krokusse

Das Stacking muss grundsätzlich immer vom Stativ oder Bohnensack erfolgen, wobei das Motiv für die Dauer der Serie unbewegt sein muss (krabbelnde Insekten eignen sich nicht, wohl aber eine auch mal eine Weile stillsitzende Fliege). Ganz geringe Motivbewegungen werden bei der anschließenden Bearbeitung mit der Stacking-Software zwar ausgeglichen, da darf man sich aber keine Wunderdinge versprechen!

Die Kamera bietet eine zweite Stackingvariante, bei der ein Video aufgenommen wird, das automatisch die Schärfe über das ganze Bild verstellt. Ein solches Videos ist wesentlich schneller fertig als die obige Variante und dauert vielleicht nur zwei oder drei Sekunden. Da ist die Chance, das Motiv unbewegt zu erfassen, schon größer. Anschließend splittet die Stacking-Software dieses Video automatisch in einzelne Bilder (das sind dann so zwischen 50 und 300, je nach Tiefenstaffelung des Motivs). Daraus kann man dann die Bilder auswählen, die für das Stacking verwendet werden sollen.

Zwergnarzisse

Ich habe mit dieser Variante jedoch bisher noch keine so guten Ergebnisse erzielt. Die fertigen Bilder enthalten fast immer Doppelkonturen.

Wenn ich eine Fotosession beendet habe, sind schon mal schnell 800 oder 1200 Bilder auf der Speicherkarte! Das sind dann fertig zusammengerechnet gerade mal 10 oder 20 Bilder. Ich verwende immer den elektronischen Verschluss, der verschleissfrei, lautlos und erschütterungsfrei arbeitet.

Gänseblümchen, Bellis

Wenn ich dann die inzwischen ganz gut gelungenen Ergebnisse sehe, bekommt man Bilder mit beeindruckender Schärfentiefe, die man sonst so nicht erzielen kann.

Weitere Stacking-Ergebnisse sind auf meiner Webseite sowohl bei den Fotoalben als auch bei Nur mal so zu sehen.

 

Endlich sind sie da

Voller Ungeduld habe ich in den letzten Tagen im Garten nach den ersten Leberblümchen Ausschau gehalten. Das kalte Wetter hat die Entwicklung doch arg behindert. Viele Tage waren nur die puscheligen Knospen zu sehen.

Jetzt habe ich endlich die ersten noch nicht so prächtigen Blüten entdeckt. Das war wieder eine Gelegenheit, per Focus-Stacking mehr Schärfe ins Bild zu bringen, als es mit einer Einzelaufnahme möglich wäre.

So langsam beginne ich, die nötigen Einstellungen an der Kamera und bei der anschließenden Bearbeitung mit den passenden Werten zu erkennen.

Ich freue mich schon auf weitere Blüten.

Die erste Biene des Jahres

Nach vielen kalten Tagen war es heute zum ersten Mal ein bisschen wärmer. Ich war mit der Kamera im Garten und habe wieder Stacking-Versuche durchgeführt. Dabei flog mir auch die erste Biene des Jahres entgegen und tat sich an den Krokusblüten gütlich. Das konnte ich ausnutzen, um die Serienbildfunktion der neuen Kamera auszuprobieren, die Genauigkeit des Autofokus zu testen und zu erkunden, wie es sich mit dem Rolling-Shutter-Effekt beim elektronischen Verschluss verhält.

Wie es bei neuen Geräten immer so ist: man muss viel üben und sich mit den Bedienungsoptionen vertraut machen. Wenn es wie in diesem Falle alles sehr schnell gehen muss, merkt man, wo es noch fehlt und wo ich noch mehr üben muss.

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Focus-Stacking

Ich habe mir meine neue Panasonic G9 u.a. deshalb zugelegt, weil sie die Möglichkeit bietet, automatisch Fotoserien aufzunehmen, in denen der Fokuspunkt kontinuierlich von vorn nach hinten verschoben werden kann, wobei die Parameter dafür auch noch einstellbar sind.

Mit dieser Bilderserie ist es dann möglich, ein Focus-Stacking durchzuführen, d.h. aus jedem Bild nur die scharfen Teile zu nehmen und daraus ein neues Gesamtbild zu erzeugen, das über weit größerere Bereich scharf ist als es mit einer Einzelaufnahme möglich wäre.

Wenn die Kamera nicht die Möglichkeit dieser Fokusserien bietet, kann man sie auch auf einen Schlitten setzen, den in kleinen Schritten weiterbewegen und in jeder Position ein Bild aufnehmen.

So etwas ist vor allem im Makrobereich nützlich, wo der Bereich der Schärfentiefe selbst bei kleinen Blendenzahlen (z.B. 11 oder 16) nicht sehr groß ist. So kann man z.B. einen Marienkäfer nicht so formatfüllend fotografieren, dass von vorn bis hinten alles scharf ist.

Ich muss mich mit diesen neuen Möglichkeiten auch erst vertraut machen und befinde mich noch im Versuchsstadium. Hier steht ein Beispielbild, das die Wirkung des Stackings erkennen lässt.Das Stacking kann ich sowohl mit kameraeigenen Funktionen und direkt in der Kamera vornehmen oder ich kann ein externes Programm dafür verwenden. Ich arbeite im Moment noch mit CombineZP, einem kostenlosen Freewareprogramm, erwäge aber auf ein anderes Programm umzusteigen.

Wir planen für den März unseren Workshopabend u.a. über das Thema Focus-Stacking durchzuführen.

Mit dem Klick auf “Weiterlesen” folgen noch einige weitere Beispielbilder.

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