Feuerwerk

Jedes Jahr gibt es hier zu unserem Pfingstvolksfest am Sonnabend ein Feuerwerk. Das war eine Gelegenheit, das anzuwenden, was Randolf an einem der letzten Fotoclubabende vorgetragen hat. (Siehe auch auf unserer Webseite bei ‘Tipps und Tricks’.)

Da ich das Feuerwerk jedes Jahr fotografiere, gibt es schon gewisse Einstellungen, die sich bewährt haben. Die Fokussierung erfolgt vorab und manuell. Eine gute Hilfe bot die Sichel des zunehmenden Mondes, der genau hinter dem Feuerwerk stand.

Der heftige Wind hat das Feuerwerk ziemlich verweht, so dass die “Blumen” oft unsymmetrisch aussehen. Ich habe zum ersten Mal mit B (=bulb) gearbeitet und per Fernauslöser den Verschluss geöffnet und wieder geschlossen. Das hat ganz gut geklappt. Ich habe dabei bei Bl. 8 und ISO 200 Zeiten von 2 bis 9 Sekunden gehabt. Im Vergleich zu einer festen Einstellung der Zeit kann man seine Aufnahme abbrechen, wenn mutmaßlich genug drauf ist oder wenn sich gerade nichts tut.

Die Bilder sind auf meiner Webseite bei den Fotoalben zu sehen. Ein Klick auf das Beispielbild führt auch direkt dorthin.

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Filigran gestackt

Bei dem von mir so sehr geliebten Focus-Stacking kann man gerade bei filigranen Strukturen Details sichtbar machen, die einem beim normalen Betrachten entgehen.

Ich habe ein Album erstellt, in dem das mit einigen Bildern aus den letzten Tagen demonstriert wird. Ein Klick auf das obige Beispielbild führt direkt dorthin.

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Der Frühling ist gelb

Im Laufe des Jahres blühen verschiedenste Pflanzen in verschiedensten Farben im Garten. Im Frühling zu dieser Zeit herrscht bei uns die Farbe gelb vor. Das sind schöne Leuchtpunkte und zusammen mit der strahlenden Sonne und dem blauen Himmel gibt das eine herrliche Aufbruchstimmung und verbreitet den Optimismus des Frühlings.

Ich habe eine Reihe an gelben Blüten zusammen getragen. Ein Klick auf das Bild führt zum entsprechenden Webalbum. Viele der Bilder sind wieder mit der Technik des Focus-Stackings aufgenommen worden.

Fototour

Am zweiten April machten Inge, Bernd und ich uns bei bestem Wetter auf in den Harz. Es sollte eine Fototour zu zwei Lost Places werden. Nachmittags trafen wir nach einer weitestgehend störungsfreien Fahrt an unserem ersten Ziel ein. Es handelt sich um ein Ende des 19 Jahrhunderts als Kurhotel erbautes Gebäude, das zu DDR-Zeiten in ein FDGB Erholungsheim umgewandelt wurde.

Bernd fand zielsicher die Lücke im Bauzaun, der rund um das Gebäude aufgestellt worden war, um unliebsame Besucher fernzuhalten :-).

Ich war von einer Bekannten schon mit Informationen und Fotos von dem Gebäude versorgt worden. So fiel mir sofort auf, dass es nach ihrem Besuch dort (Ende Dezember 2018), einen Einsturz in einem Teil des Daches gegeben hatte. Auch im Inneren mussten wir uns sehr vorsichtig bewegen, da die Fußböden teilweise nicht mehr sicher waren.

Es gelang uns aber dennoch dort viele gute Motive zu finden. Nach ca. dreieinhalb Stunden Fotoarbeit machten wir uns auf nach Sorge, wo wir Zimmer für die Übernachtung gebucht hatten. Das Hotel war so eine Art DDR-Revival. Die Zimmer waren entsprechend einfach ausgestattet, aber sauber und in Ordnung und in der Gaststätte hingen die Bilder aller Staatsratsvorsitzenden von Stoph bis Honnecker an der Wand. Das Personal war sehr freundlich und äußerst motiviert. So wurde z. B., weil alle Restaurants im Umkreis geschlossen hatten, extra für uns (wir waren an dem Tag die einzigen Gäste) die Küche in Betrieb genommen.

Nach einem guten Frühstück ging es am nächsten Tag zur Johanniter-Heilstätte in Sorge. Dort waren wir angemeldet und wurden auf einem Rundgang sowohl über eventuelle Gefahren, als auch über die Geschichte der Heilstätte informiert. Eingeweiht wurde sie im Jahr 1902 und wurde bis Ende 1967 als Lungenheilstätte betrieben. Danach übernahm die Nationale Volksarmee der DDR den Gebäudekomplex, der fortan als Kurheim für NVA-Angehörige genutzt wurde. Hinter vorgehaltener Hand wurde sie “Faultierfarm” genannt.

Auch dort gab es unzählige Motive. Allein das riesige Hauptgebäude bietet mit seinen ca. 100m Länge Stoff für mehrere Tage. Wir haben auch nur dort fotografiert und nicht in den Nebengebäuden, die auch interessantes zu bieten haben. Ich denke, da wird es wohl einen weiteren Besuch geben 🙂

Wenn wir unsere Bilder bearbeitet haben, werden wir uns zusammensetzen und eine Auswahl zusammenstellen, die wir an einem der nächste Klubabende präsentieren werden. Vorab gibt es hier schon mal ein paar “Leckerlis”:

  

  

  

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Workshop Jahrmarktsfotografie

Der Fotoclub-Workshop im März 2019 fand zur Dämmerungszeit auf dem Jahrmarkt in Heide statt. Weil wenig Besucher unterwegs waren hatten Inge, Hermann, Jörg, Peter und Uli zumeist freie Sicht auf die Fahrgeschäfte, die allerdings oft „standen“.

Die allmählich einsetzende Dunkelheit sorgte für bildprägende zunächst graue, dann blaue und später schwarze Hintergründe und immer kräftiger wirkende bunte Lichter, die sogar ganze Szenen einfärbten. Sehr schnelle An-Aus-Wechsel führten bei kurzer Belichtung zu unvollständiger Beleuchtung, schnelle Farbwechsel bei längerer Belichtung zu unschönem Mischlicht.

Aufnahmen mit hohen ISO-Werten aus freier Hand, sogar schnelle Serien, waren oft das Mittel der Wahl und vorteilhafter als länger belichtete Stativaufnahmen. Mitzieheffekte und ungewöhnliche Perspektiven bei jahrmarktstypisch knallbunter Beleuchtung ergaben viel mehr interessante Fotos als wir hier zeigen können.

Die Präsentation beim Clubabend war geradezu ein „Lichterfeuerwerk“. Und das Beste für uns zu fünft: Ein toller Fototermin und wertvoller Austausch bei der gemeinsamen Bilderauswahl mit neuen Erfahrungswerten ‑ sogar für erfahrene Amateure.

Ein Klick auf diesen Link oder auf das Jahrmarktsbild zeigt einige Beispielbilder.

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Frühlingsblüten mit Trick

Das Wetter ist ja gerade nicht zum Fotografieren geeignet, schon gar nicht für das Focus-Stacking, aber im Garten beginnt die große Frühlingsblüte. Was tun?

Ich habe mir drinnen einen blauen Hintergrundkarton aufgebaut und einfach im Garten die gewünschten Blüten abgepflückt und mit einer “dritten Hand” festgeklammert, um so in aller Ruhe Bilder stacken zu können. Die Sonne wurde dabei durch eine LED-Flächenleuchte ersetzt. Einige Pflanzen habe ich sogar ausgegraben und temporär in einen Plastiktopf gesetzt, um auch eine “Erdung” zu bekommen. Nach der Aktion wurden sie wieder eingepflanzt 😊.

 

 

Der Klick auf das Bild zeigt ein kleines Album mit meinen Ergebnissen. (Die Zahl nach dem ‘Stack’ am Ende des Dateinamens oben links zeigt die Zahl der jeweils verwendeten Einzelaufnahmen.)

Ein Kaktus, der gerade zu blühen beginnt, musste dann auch noch dran glauben 😉.

 

 

Hamburger Maskenzauber

Der venezianische Karneval zählt zu den berühmtesten der Welt. Seine Ursprünge gehen weit bis in das 12. Jahrhundert zurück. Der Begriff “Carnevale di Venezia” wurde erstmals 1094 in einem Schriftstück des Dogen Vitale Falier verwendet. Ausgehend von den italienischen Fürstenhöfen entwickelten sich seit dem Spätmittelalter immer prunkvollere und aufwändigere Formen des Karnevals. Zu Lebzeiten Casanovas im 18. Jahrhundert erreichte der Karneval seine größte Pracht.

Der Maskenzauber Hamburg ist eine Hommage an den Karneval in Venedig. Bezaubernde Masken und beeindruckende Kostüme, verbunden mit dem Flair der Hansestadt zwischen Alsterarkaden und Colonnaden.  Der Maskenzauber hat sich im Laufe der Jahre zu einem festen und in seiner Form einmaligem Event im Hamburger Straßenkulturleben entwickelt. Zwischen den Alsterarkaden und den Colonnaden haben wir  fantasievolle Kostüme und Karnevalisten bei diesem Event im venezianischen Stil bewundern können.

Jürgen&Peter

             

                                                                                                                    

          

                          

                            

                                     

          

Lost Places Tour

In der letzten Woche war ich mit einer Bekannten aus Dresden und einer weiteren Fotografin aus dem Ruhrgebiet auf Lost Places Tour in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Als Basis für die Tour hatten wir Jena gewählt. Von dort aus haben wir dann Tagestouren zu den einzelnen Locations unternommen.

Am Donnerstag waren wir zunächst noch zu zweit in Zeitz, wo wir vier sehr unterschiedliche Locations “abarbeiten” konnten. Am Freitag ging es zunächst zu einem Kulturhaus aus DDR-Zeiten (erbaut Anfang der 50er Jahre). Hier waren wir angemeldet und konnten “ganz offiziell” fotografieren. Auf der Fahrt zu unserem nächsten Ziel, einer verlassenen Lungenheilstätte, kamen wir in einer kleinen Ortschaft an einer leerstehenden Fabrikantenvilla vorbei und beschlossen, diese näher in Augeschein zu nehmen. Die Villa erwies sich als lohnendes Objekt für uns Fotografen. Das war ein kleiner Trost, denn in der Lungenheilstätte war der Verfall inzwischen u. a. durch einen Brand so weit fortgeschritten, dass es nur noch wenige Motive gab.

Den ganzen Samstag verbrachten wir im Schloss Vitzenburg. Hier gab es unzählige Motive, sowohl innen, als auch außen und in den Stallungen. Diese waren kürzlich für Filmaufnahmen neu hergerichtet worden. Auch hier waren wir angemeldet und offiziell unterwegs.

Am Sonntag fotografierten wir zunächst zwei schon länger abgestellte Werkslokomotiven. Danach ging es zu einem Schloss in Friedrichsroda. Hier mussten wir feststellen, wie sich bei einem Lost Place die Dinge innerhalb einiger Wochen ändern können. Alles war verrammelt und verriegelt. Außerdem gab es Kameraüberwachung. Da war nicht hinein zu kommen. Daher musste Plan B herhalten, ein ehemaliges FDGB Hotel im Thüringer Wald. Dort lag noch viel Schnee und die Leute waren auf den Langlaufloipen unterwegs. Im Hotel, einem Plattenbau aus DDR-Zeiten, gab es Feuchtigkeitseinbrüche durch das undichte Dach. Da das schon länger der Fall war, gab es in vielen Zimmern Algenbewuchs auf Decke, Wänden und dem Boden. In den Leitungen gluckerte manchmal das Wasser. Es war schon etwas gespenstisch dort. Zum Schluss waren wir noch in Westthüringen und haben die alte Kutsche eines Bestatters fotografiert.

Alles in allem eine tolle Tour mit sehr unterschiedlichen Motiven, die mir viel Spaß und Lust auf mehr gemacht hat. Hier sind schon mal ein paar erste Bilder:

 

 

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Die ersten Bienen des Jahres

Frühblüher wie Winterlinge, Schneeglöckchen, Krokusse oder Märzbecher schauten schon eine Weile aus der Erde, ohne richtig zu blühen. Jetzt am Wochenende sind die Temperaturen ein wenig nach oben gegangen und die Sonne schien viele Stunden. Sofort reagieren die startbereiten Blüten und öffnen sich. Das lockt natürlich auch den Fotografen wieder nach draußen 📷. Ich fotografiere die ersten Büten zwar jedes Jahr aufs Neue, aber man entwickelt immer neue Ideen und neue Techniken, die ausprobiert werden wollen.

 

 

 

 

 

 

 

Wenn die Temperaturen dann über ca. 10° steigen, sieht man auch die ersten Bienen und andere Insekten. Da es für das Focus-Stacking überwiegend zu windig war 🙁, habe ich versucht, die Bienen beim Blütenbesuch aufzunehmen. Das ist immer eine ziemliche Herausforderung, da sie natürlich emsig beschäftigt sind und nicht daran denken, für den Fotografen ein wenig still zu halten 😡.

 

 

 

 

 

 

 

Trotzdem sind mir einige erste Bilder gelungen, aber zufrieden bin ich damit noch lange nicht 😉.

Wer die Serie meiner ersten Frühblüher und der ersten Insekten sehen möchte, kann sich auf meiner Webseite dieses Album ansehen.