Zangenblitz

Als Weihnachtsgeschenk habe ich meine Fotoausrüstung etwas ergänzt: Da ich gern Makros aufnehme, habe ich oft das Problem, die Blende etwas weiter schließen zu müssen, um genug Schärfentiefe zu erzielen. Dadurch fehlt es häufig an Licht und man möchte nicht immer den ISO-Wert zu hoch schrauben.

Abhilfe soll ein Makro-Zangenblitz bringen. Der Blitz wird von einem Steuergerät geregelt, das in den Blitzschuh der Kamera geschoben wird. Vorn am Objektiv wird per Adapter ein Ring angebracht, auf den in meinem Falle zwei Miniblitze aufgeklippt werden können (man kann bis zu sechs Geräte dort anbringen). Diese Blitzköpfe lassen sich beliebig rundherum verschieben und in der Leuchtrichtung verstellen. Zusätzlich können Diffusoren zur besseren Lichtverteilung und Farbfilter angebracht werden.

Die Kommunikation zwischen Steuergerät und Blitze erfolgt per Funk, so dass kein Kabel nötig ist. Außerdem können die Blitze auch abgesetzt verwendet werden (kleine Stative sind dabei), so dass man auch andere Lichtsituationen, z.B. Gegenlicht, realisieren kann.

Man kann sowohl manuell belichten (auch in Stufen bis herunter zu 1/128) als auch per TTL, wobei die Lichtverteilung für die Blitze einzeln einstellbar sind (einer kann z.B. mehr belichten als der andere). Vom Steuergerät aus kann bei beiden Blitzen ein Einstelllicht zugeschaltet werden, mit dem auch schon fotografiert werden kann.

Die Blitze haben integrierte Akkus und können per USB-C mit jedem Smartphone-Ladegerät aufgeladen werden.

Ich bin dabei, mich an die Arbeitsweise und die Einstellmöglichkeiten zu gewöhnen. So sind eine Reihe von Testaufnahmen entstanden, sowohl drinnnen auf der Fensterbank mit Zimmerpflanzen also auch draußen mit den ersten Blüten und Schneekristallen und eisüberzogenen Zweigen. Ein Klick auf diesen Link zeigt eine Auswahl.

 

Update: Ich habe einen flexiblen Arm (‘Schwanenhals’) so umfunktioniert, dass ich ihn ohne Werkzeug an die Kamera anbauen kann. Darauf ist ein kleiner Kugelkopf mit Blitzschuh befestigt, damit ich einen Blitzkopf dort aufschieben und nach Belieben ausrichten kann. So lässt sich auch im Gelände mit gewünschter Wirkung blitzen.

Meine fotografischen Aktivitäten im letzten Quartal 2022

Als erste fotografische Aktivität im Oktober unternahmen wir mit einigen Fotoclub-Mitgliedern eine Radtour an der nordfrisischen Nordseeküste. Wir erkundeten den Abschnitt zwischen dem Beltringharder Koog und der Hamburger Hallig. Bestes Fotowetter, herbstliche Quellerfärbung sowie zum Abschluss ein toller Sonnenuntergang. Und dann das i-Tüpfelchen: Der aufgehende Vollmond über der Hamburger Hallig. Wer weitere Bilder sehen will, findet sie HIER.

Ende Oktober ging es nach 2021 erneut ins nordwestliche England, in den Lake District. Während in 2021 noch die Hälfte der Zeit im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen ist, hatten wir in diesem Jahr erheblich besseres Wetter. Wer will, kann sich HIER überzeugen.

Anschließend im November stand unser alljährlicher Familien-Kurz-Urlaub (Wir und unsere Kinder mit Partnern) auf dem Programm. Venedig bei bestem Spätsommerwetter, in erster Linie Sightseeing, das Fotografieren war nur ein Nebenprodukt – ohne Stativ, eine Kamera und drei Festbrennweiten. Bilder HIER.

Den Abschluss bildete dann Anfang Dezember  die Fotoreise nach Rügen. Wir hatten sehr gemischtes Wetter von grau und regnerisch bis zum Schneefall. Aber es gelingen immer gute Fotos, man muss sich nur auf den Weg begeben, die Geduld wir in der Regel belohnt. Belege dafür findet man HIER.

Und jetzt starten wir neu durch und hoffen auf spannende Fotoabenteuer in 2023!

Fotoexkursion Hamburger Hallig/Lüttmoorsiel

An einem Sonntag Anfang Oktober haben wir eine Fotoexkursion an die Nordseeküste unternommen. Mittags trafen sich Bernd, Peter und Alfred am Parkplatz vor der Hamburger Hallig. Alle hatten Fahrräder dabei und so fuhren wir Richtung Süden immer an der Wasserkante entlang. Zwischendurch gab es mehrere Haltepunkte, um ausgiebig zu fotografieren.

Das Wetter spielte richtig gut mit: blauer Himmel, einige dekorative weiße Wolken, wenig Wind, angenehme Temperaturen. Beste Zutaten, um viele schöne Bilder aufzunehmen. Der Kontrast zwischen dem Himmel, den Woken und dem grünen, durch den Queller teils rot gefärbten Vorland wirkte sehr attraktiv. Dazu flogen permanent Ketten von Gänsen und anderen Vögeln über uns hinweg.

In Lüttmoorsiel, dort wo die Lorenbahn von der Hallig Nordstrandischmoor am Festland ankommt, trafen wir uns mit Jörg. Gemeinsam fotografierten wir weiter und konnte Schwärme von Wasservögeln auf den Wasserflächen aufnehmen, umgeben vom roten Queller. Danach fuhren die Radfahrer wieder zurück bis auf die Hamburger Hallig, während Jörg mit dem Auto dorthin fuhr.

Auf der Hallig stieß dann auch noch Dagmar zu uns. Beim Hallig Krog konnten wir sogar noch draußen sitzen und ließen uns leckeres Essen schmecken. Danach wanderten wir zum Wasser. Der Tag näherte sich dem Ende und wider Erwarten war der Sonnenuntergang doch ziemlich spektakulär. Zudem hatten wir noch das Glück, dass an diesem Tage Vollmond war und es genügte, die Fotorichtung um 180° zu ändern. So gelangen auch vom Mond mit dem Hallig Krog im Vordergrund noch einige stimmungsvolle Bilder.

Aus den Bildern der Teilnehmer ist ein Webalbum entstanden, das man mit Klick auf diesen Link oder Klick auf eines der oberen Bilder ansehen kann. (Auf der Übersichtsseite zeigt dann ein Klick oben rechts auf das Symbol mit den vier Pfeilen die Ganzbildschirmansicht.) Da wir oft an ähnlichen Standorten waren, sind viele Bilder ähnlich, zeigen aber die unterschiedlichen Sichtweisen der Fotografen.

Bunte Blätter im Herbst

Nachdem der Sommer mit vielen schönen Tagen in den Herbst übergeht, färben sich nun auch die Blätter an Bäumen und Gehölzen in bunten Tönen. Diese leuchtende Pracht im Sonnenschein animiert mich jedes Jahr aufs Neue, das fotografisch zu dokumentieren. Mir geht es dabei vor allem um das Zeigen von Details, die durch die Technik des Focus-Stackings noch besonders hervorgehoben werden.

Ein paar Beispielbilder illustrieren meine Vorlieben. Zusätzlich habe ich zwei Webalben erstellt, die von den Aufnahmen zweier Tage resultieren. Ein Klick auf die ersten beiden Bilder führt zum ersten Album, ein Klick auf die letzten beiden Bilder weist auf das zweite Album.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beide Alben enthalten zusätzlich viele Bilder von Pilzen verschiedener Arten. Die Pilze kommen durch den trockenen Sommer erst jetzt so richtig in Schwung. Außerdem konnte ich einige farbige Früchte finden.

Alle Bilder sind auf dem heimischen Grundstück entstanden.

Probsteier Korntage

Nachdem Corona in den letzten Jahren vieles verhindert hat, gab es in diesem Jahr im Schleswig-Holsteiner Landesteil Probstei wieder die Strohfiguren zu sehen. 19 Dörfer haben sich beteiligt und variantenreiche Figuren und Szenen dargestellt. Wir haben alle Dörfer abgeklappert und alles eingehend betrachtet. Es lohnte sich, auch um die Figuren herum zu gehen und die Details zu studieren.

Zwei Beispielbilder zeigen einen ersten Eindruck. Bei Klick auf eines der Bilder gelangt man zu einem Webalbum, in dem alles dokumentiert ist. Fotografisch war es eine Herausforderung: zum einen war grelles Licht mit viel Schattenpartien, zum anderen konnte man sich den Hintergrund nicht aussuchen. Unter den Bildern findet man unten lilnks beim Überstreichen des Kamerasymbols mit der Maus die Aufnahmedaten, u.a. auch die GPS-Informationen über den Aufnahmestandort.

Feuerwerk

Nach zwei Jahren Pandemie-Pause fand dieses Jahr wieder das Pfingst-Volksfest bei uns in Albersdorf in bekannter Weise statt.

Am Samstagabend gab es wieder ein Feuerwerk. Ich kann es von zu Hause von der Loggia aus gut beobachten, weil es genau in der Lücke zwischen den Bäumen stattfindet. In diesem Jahr bin ich beim Fotografieren etwas anders vorgegangen als sonst: Stativ und Funkauslöser sind Pflicht, dazu eine Belichtungszeit von ungefähr vier Sekunden und Blende 9.

Ich habe aber die Langzeit-Rauschreduzierung ausgeschaltet, die sonst nach jedem Bild das erneute Auslösen genau so lange blockiert, wie die Belichtung gedauert hat. In diesen vier Sekunden gehen dann schon die nächsten Raketen hoch und natürlich verpasst man dann immer das Beste  ;-). Ohne die Rauschreduzierung konnte ich praktisch ohne Pause fortlaufend Bilder aufnehmen.

Das Entrauschen habe ich dann nachträglich mit dem Programm DxO PureRaw durchgeführt, was sehr gute Ergebnisse erzielte.

Ein Klick auf das Beispielbild zeigt das ganze Webalbum.

Feuerwerk

Schlei und die Ostseeküste von Angeln

Am Samstag noch mit Henning, Jörg und Peter unterwegs an der Nordseeküste, zwei Tage später habe ich mich aufgemacht an die Schlei und nach Angeln entlang der Ostseeküste bis Glücksburg, um noch weitere Fotospots für die im Mai anstehende Fotoreise an die Schlei zu erkunden. Besonders gespannt war ich auf die Rapsblüte, denn da sie hier in Dithmarschen schon recht weit fortgeschritten ist, trieb mich die Sorge an, ob in knapp drei Wochen noch gelbe Flächen fotografiert werden können. Nun bin ich etwas beruhigter, denn ich habe noch etliche Felder gesehen, wo ich zu unserer Reisezeit noch mit voller Blüte rechnen kann.

Wo wir noch bei der Nordseetour „Pech“ hatten mit einem fotografisch langweiligen wolkenlosen Himmel (dennoch war die Ausbeute gut, und es hat Spaß gemacht, wieder als Gruppe auf Fotopirsch zu gehen), habe ich es am Montag besser angetroffen, blauer Himmel und schöne Wolken.

Es hat sich gelohnt, auch wenn ich meine geplanten Ziele nicht alle geschafft habe. Endziel sollte Sonderburg in DK sein, bis Glücksburg bin ich gekommen. Aber wie heißt es noch so treffend: „Weniger ist mehr!“

Und  mit diesem Link kommt man zu weiteren Bilder.

Dithmarschens und Eiderstedts Küstenregion

 

Zu viert sind Bernd, Henning, Jörg und Peter losgezogen, um Aufnahmen aus der Küstenregion Dithmarschens und Eiderstedts zum Thema „Nordseeküste“ zu machen. Leider waren die Wetterbedingungen nicht optimal, d.h. zu hartes Licht und kaum Wolken am Himmel.

Treffpunkt war das Eidersperrwerk, wo vor allen Dingen die Lachmöven im Fokus von uns Fotografen standen. Von hier aus fuhren wir dann in die Ferienhaussiedlung von Wesselburenerkoog und sind in das Wattenmeer hinausgegangen. Ziel war es, Linien, Muster und Strukturen zu erkennen und fotografisch festzuhalten.

Unsere Route führte uns weiter nach Tating, wo wir Aufnahmen in der Parkanlage des Haubarg Hochdorfer Garten gemacht haben. Zuvor gab es aber eine Stärkung bei Kaffee und Kuchen im Café Schweizer Haus im Hochdorfer Garten.

Letztes Ziel unseres Ausfluges war Westerhever, wo wir uns ins Vorland begeben und lange aufgehalten haben. Nachhaltig in Erinnerung geblieben sind uns die vielen Vogelschwärme diesseits des Deiches. Teilweise war der Himmel schwarz von Vögeln. Leider hatte sich das Wetter weiter gegen uns verschworen, so dass wir den Plan, den Westerhever Leuchtturm im Sonnenuntergang zu fotografieren aufgeben mussten. So haben wir dann den Tag bei einem Essen im Goldenen Anker in Tönning ausklingen lassen.

Weitere Aufnahmen werden wir nach einer internen Abstimmung erst im Juni zur Verfügung stellen können.

Nachtrag: Über diesen Link kann jetzt ein Webalbum mit allen Bildern angesehen werden.