Nordsee Impressionen

Das schöne Wetter am Wochenende lockte mich an die Nordsee. Da die Badesaison jetzt zu Ende ist, war ich mit Kamera und Stativ am Samstag zwischen Stinteck und Hedwigenkoog und am Sonntag in Sankt Peter Ording unterwegs um mal wieder Landschaftsfotografie zu üben.

Speziell am Samstag zeigte sich der Himmel mit einigen sehr schönen Wolkenformationen von seiner allerbesten Seite. Am Sonntag waren es vor allem die ersten Herbstfarben, die beeindruckten.

Auf dem Watt-Bild mit dem Steinwall ist im diesigen Hintergrund übrigens der Kabelleger zu sehen, der am “Nordlink-Kabel” nach Norwegen arbeitet.

 

 

Jugendstil-Architektur

Letztes Wochenende war ich auf Einladung einer Dresdener Fotografin zu einem Architektur-Shooting im alten Kaufhaus in Görlitz. Meine erste Begegnung mit diesem Gebäude war bereits 2010 bei meinem ersten Besuch in der Grenzstadt. Das damals zu Hertie gehörende Kaufhaus war gerade geschlossen worden. Man hatte allerdings Gelegenheit durch die Eingangstür in das Innere zu sehen und ich war total fasziniert von diesem großen, lichtdurchfluteten Inneraum.

Eigentlich habe ich nie wirklich gedacht, dass ich einmal die Gelegenheit haben würde, dort zu fotografieren. Aber manchmal ergeben sich ganz plötzlich Dinge, mit denen man nicht rechnet. Für einen Architektur-Begeisterten wie mich, war es ein tolles Erlebnis in diesem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude mit seiner phantastischen Lichtkuppel zu fotografieren. Leider waren Aufnahmen der durchaus sehenswerten Fassade nicht möglich, da in Görlitz gerade das Altstadtfest stadtfand und alles mit Karussels, Zelten und Buden “zugepflastert” war. So mussten wir uns auf den Innenraum beschränken, der ja, wie man sehen kann, auch einiges zu bieten hat. Da wir nur zu viert waren, stand man sich auch selten einmal im Weg. Ich denke, die Bilder sprechen für sich.

 

   

Die Glasmanufaktur

Nach überstandenem Umzugsstress und wochenlangem Strandwetter bin ich jetzt endlich dazu gekommen, die Lost-Places-Fotos meiner Frühjahrstour zu bearbeiten.

Ich hatte mal wieder eine Fototour gebucht. Es ging diesmal nach Polen in eine stillgelegte Glasmanufaktur.

Da ich immer gern weiß, was ich fotografiere, habe ich zusätzlich zu den vor Ort erhaltenen Informationen noch ein wenig recherchiert. Zusammengefasst ist folgendes dabei herausgekommen:

Die Fabrik wurde 1869 von den Gebrüdern Putzler in Penzig in der Oberlausitz, dem heutigen Pieńsk in Polen, gegründet. Die momentan dort stehenden Gebäude sind größtenteils um 1900 entstanden und spiegeln eindrucksvoll den Industrie-Baustil der damaligen Zeit wider. Es durften auch mal Zinnen und Türmchen sein 🙂 . Sehr zeitgemäß auch die Bauweise mit roten und gelben Ziegeln.

1947 schlossen sich die Gebrüder Putzler einer Glashütte in Düren an und das Werk in Pieńsk wurde unter polnischer Regie weitergeführt. Hergestellt wurden Lampengläser (auch für Straßenbeleuchtung), Vasen, Schalen, Schüsseln, Aschenbecher usw.

Anfang der 2000er Jahre ging das Werk Konkurs und das Gelände wurde 2011 von der Stadt Pieńsk ersteigert. Mittelfristig soll dort ein Kultur- und Bildungszentrum entstehen und man möchte auf diesem Wege dauerhaft an den einstigen Industriezweig “Glas” (es gab in und um Pieńsk einmal 13 Glashütten) erinnern.

So viel zur Geschichte, doch nun zu den Bildern:

Alte und neue Architektur

Ich war heute mal wieder in meinem Geburtsort Brunsbüttel (damals hieß das noch Brunsbüttelkoog) um zwei markante Objekte zu fotografieren. Zum einen geht es um den historischen Leuchtturm auf der Mole 1 und zum anderen um das Verwaltungsgebäude der Reederei Erwin Strahlmann.

Der die Zufahrt zu den kleinen Schleusen des NOK markierende Leuchtturm auf der Mole 1 wurde 1895 erbaut. Die 13,40m hohe Gusseisenkonstuktion mit grünem Leuchtfeuer steht auf einem Sockel aus Granitsteinmauerwerk. Die filigran anmutende Bauweise steht in krassem Gegensatz zu modernen Leuchtfeuern. Da die Mole leider nicht mehr betreten werden darf, kamen für die Bilder überwiegend längere Brennweiten zum Einsatz (zw. 66 u. 200mm).

Ein sehr markanter Punkt des Stadtbildes ist das Verwaltungsgebäude der Reederei Erwin Strahlmann. Das durch Form und Materialien sehr hanseatisch wirkende Gebäude wurde 2009 fertiggestellt. Die ästhetisch wirkende Gesamtanlage ist einfach ein Hingucker. Das ist moderne Architektur, wie ich sie leiden mag. Hier konnte ich dann auch wieder mein 24mm Tilt-Shift Objektiv einsetzen. Leider war auch das noch zu lang, um das Parkplatzschild in der Frontansicht “verschwinden” zu lassen. Dafür waren sogar 16mm noch zu lang.

Hier nun die Bilder:

 

Altes Stadtbad Leipzig

Am Wochenende hatte ich eine Fototour im alten Stadtbad in Leipzig gebucht. Das Bad ist schon lange stillgelegt und das gesamte Gebäude steht unter Denkmalschutz. Eine neuerliche Nutzung für den Badebetrieb wäre wohl nach den heutigen Regelungen nicht möglich.

Das Stadtbad war in einen Männer- und einen Frauenbereich unterteilt. Der ehemalige Männerbereich wird heute viel für Veranstaltungen genutzt. Das große Schwimmbecken ist abgedeckt und der Raum mit einer provisorischen Bühne versehen worden. In den Nebenbereichen (Sauna, Umkleide usw,) ist die Gastronomie für die Veranstaltungen untergebracht.

Der Damebereich ist weitestgehend im ursprünglichen Zustand erhalten geblieben. Neben dem großen Schwimmbecken gibt es unterschiedliche Themensaunen und Dampfbäder mit einer tollen Architektur und z. T. aufwändigen Deckenbemalungen. Es ist schon ein wenig überwältigend. Bei etlichen Räumen hat man dieses “Wow-Erlebnis”, wenn man sie betritt.

Hier ist dann mal eine kleine Bilderauswahl:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wintersturm

Als ich das letzte mal bei stürmischem Wetter in Damp war, hatte ich leider die Kamera nicht dabei. Es sieht schon toll aus, wenn die Gischt der Wellen dort über die Molen der Hafeneinfahrt spritzt.

Heute also kurz entschlossen losgefahren um schöne Bilder zu machen. Schon die Fahrt nach Damp war ein Erlebnis. Wegen Schneetreiben gab es stellenweise Sichtweiten von nur ca. 10-15m. Aber es hat sich gelohnt. Der Anblick der aufgewühlten Ostsee war wirklich grandios. Bei -4°C Lufttemperatur und Windgeschwindigkeiten bis zu knapp 100 km/h waren kalte Finger natürlich garantiert 🙂 . Ich war auch nicht alleine mit der Kamera unterwegs. Es waren noch einige andere Leute da, die dort fotografierten. Allen gemeinsam war das breite Grinsen im Gesicht und man hörte Ausdrücke wie “spektakulär” oder “grandios”. Und das war es wirklich! Die beiden Leuchtfeuer der Hafeneinfahrt verschwanden manchmal komplett in den Brechern.

Die größte Schwierigkeit war eigentlich, die Kamera mit aufgesetztem Tele bei diesen Windgeschwindigkeiten ruhig zu halten. Man hatte eigentlich schon genug damit zu tun selbst ruhig stehen zu bleiben.

Zu guter letzt tauchten dann noch zwei junge Burschen auf, die ganz hart im nehmen waren und sich mit ihren Surfbrettern in die 2°C kalten Fluten stürzten. Allerdings hat es keiner der beiden geschafft auf den Brett stehen zu bleiben :-).

 

 

 

 

 

Lost Places

Am Wochenende war ich auf Fototour nach Wünsdorf, südlich von Berlin. Neben dem dortigen riesigen Kasernegelände aus Kaisers Zeiten, wurde 1914 bis 1916 die sog. “Militärturnanstalt” gebaut und wurde 1934 zur “Heeressportschule”. Dort trainierten auch die deutschen Olympia-Teilnehmer der Jahre 1928 und 1936.

Der Gebäudekomplex besteht aus dem Hauptgebäude mit div. Schulungs- und Verwaltungsräumen, sowie zwei Nebengebäuden, die einige Turnhallen, ein Schwimmbad und eine Reithalle enthielten. Außerdem gibt es mehrere Nebengebäude mit Lagerplätzen und Garagen, ein Freibad und ein Kommandeur-Wohnhaus.

Nach 1945 übernahm die Sowjet-Armee das Gelände und baute die Gebäude aufwändig zu einem Kulturhaus, dem “Haus der Offiziere” um. So wurde z. B. die Reithalle zum Theatersaal umgebaut, die Turnhallen wurden zu Kinosäälen und Tanzflächen und an Stelle des vor dem Hauptgebäude befindlichen Springbrunnens wurde eine Lenin-Statue aufgestellt, die sich dort immer noch befindet.

Zum Fotografiern konnten wir uns auf dem gesamten Gelände frei bewegen und geeignete Motive suchen. Für mich war es eine gute Gelegenheit auch endlich einmal mein Tilt-Shift-Objektiv richtig einzusetzen, mit dem ich bisher eigentlich nur “herumprobiert” hatte. Das ist natürlich eine ganz andere Art von Fotografie, die mich sehr an analoge Zeiten erinnert. Das Objektiv hat bauartbedingt keinen Autofokus und verlangt zwigend den Einsatz eines Statives und die 100%ige vertikale und horizontale Ausrichtung der Kamera. Hat man das aber beachtet, lassen sich damit hervorragende Architekturfotos ohne stürzende Linien machen. Die meisten Bilder habe ich dort mit diesem Objektiv gemacht.

HIER gibt es ein paar erste Eindrücke von der Tour, wobei das erste Bild mit dem 16-35er Zoom entsanden ist.