Nur für Frühaufsteher

Gestern Morgen habe ich mich mal aufgerafft und bin früh (für meine Verhältnisse sogar sehr früh) aufgestanden. Auf einer meiner Radtouren hatte ich in der Nähe von Norderwurth einen maroden Weidezaun entdeckt, der mir als gutes Motiv für ein paar Aufnahmen im Morgenlicht erschien. Auf der Fahrt dorthin stellte ich begeistert fest, dass es stellenweise Bodennebel gab. Ich muss  sagen, dass dieses morgendliche Licht wirklich fantastisch ist. Aber oft werde ich das bestimmt nicht wiederholen, denn seit ich Rentner bin ist das wirklich nicht mehr meine Zeit. Da bleibe ich lieber meinem Motto treu: Der frühe Vogel kann mich mal… :-))

Bei diesen Aufnahmen mit wenig Licht hat mich wieder einmal die Technik heutiger Objektive begeistert. Alle Aufnahmen wurden aus der Hand geschossen. Dank eines guten Bildstabilisators im Objektiv war so auch z. B. 1/6s bei 35mm zu realisieren.

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Bilder aus der virenfreien Zone

In den letzten Tagen war ich öfter mal in der virenfreien Zone, dem Wattenmeer vor Stinteck, zum Fotografieren. Durch die doch sehr einengenden Vorschriften der letzten Zeit, empfindet man die Weite dort draußen als Genuss. Ich bin bei unterschiedlichen Wetterlagen und Wasserständen dort gewesen und habe ein wenig experimentiert. Ein paar Ergebnisse sind in einem Album zu sehen, das sich nach einem Klick auf die Bilder öffnet.

 

 

 

 

 

 

Hamburger Ansichten

An einem Sonntagmorgen sind Inge und ich mit dem Zug nach Hamburg gefahren, um uns fotografisch mit vorwiegend moderner Architektur auseinanderzusetzen. Selbstverständlich fällt der Blick dabei auch immer einmal auf das alte Hamburg. Diese Mischung ist es ja, die das Stadtbild prägt. Es war oftmals nicht leicht, aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der Höhe der Gebäude, die richtige Perspektive zu finden. Da war Mut zum Experiment gefragt. Wir fanden, es war alles in allem eine lohnende Tour, die man sicher wegen der Vielzahl an Motiven noch mehrmals wiederholen kann.

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Architekturfotografie einmal anders

Das Elbeforum in Brunsbüttel musste für ein Experiment herhalten. Es sollte aus einer, zumindest das Licht betreffend, ziemlich langweiligen Aufnahme, eine Fine Art Architekturfotografie entstehen. Bei dieser Art der Bildbearbeitung sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Voraussetzung ist natürlich der relativ sichere Umgang mit der verwendeten Software. Der Rest ist reine Fleißarbeit.

Hierbei steht nicht das Foto als Dokumentation im Vordergrund, sondern die individuelle Sichtweise des Bildbearbeiters. Im Vergleich mit dem Original weist die bearbeitete Version doch ziemliche Unterschiede auf. Und das nicht allein wegen der Schwarzweiß-Umsetzung. Sehr hilfreich ist es, wenn man schon vor der Bearbeitung eine Vorstellung vom endgültigen Resultat hat. Im Idealfall schon bei der Aufnahme.

   

100 Jahre Bauhaus

Mein Beitrag zum Bauhaus-Jubiläum ist die Gegenüberstellung zweier Gebäude, die ich auf unserer letzten Fototour aufgenommen habe. Beiden gemein ist, dass sie nicht direkt mit dem Bauhaus in Verbindung stehen, aber in starker Anlehnung an den Baustil gebaut wurden.

Bei dem ersten handelt se sich um das von dem Architekten Godehard Schwethelm von 1932 bis 1934 erbaute Diakonissen-Mutterhaus in Elbingerode. Dieses Gebäude ist wirklich Ehrfurcht einflößend, weil es noch zu fast 100% im Originalzustand ist. Selbst die Möbel (teilweise neu aufgepolstert) sind größtenteils noch original. Bei einer Führung durch das Gebäude offenbart sich die Weitsicht des damals erst 32jährigen Architekten. So ließ er schon zu damaliger Zeit in der auch als Mehrzweckraum genutzten Kirche eine motorgetriebene Leinwand einbauen und sorgte, trotz des jugendlichen Durchschnittsalters der damaligen Schwesternschaft, für den Einbau eines Aufzuges. Dieser wird von den heutigen Schwestern sehr geschätzt. Im gesamten Gebäude findet man den Stil des Bauhauses, obwohl der Architekt nie dort studiert hat.

Das zweite Gebäude ist das in den 50er Jahren von der DDR erbaute FDGB-Erholungsheim “Fritz Heckert” in Gernrode. Auch in diesem, im Stil der Klassischen Moderne erbauten Gebäude, finden sich viele Bauhaus-Elemente. Das Ferienheim wurde mit dem erlöschen des FDGB 1990 geschlossen. Im Laufe der nächsten Jahre wurde es völlig geplündert. Möbel, Geschirr, und Kücheneinrichtung verschwanden. Selbst die Balkon- und Treppengeländer fielen Schrottsammlern zum Opfer. Momentan ist es leider nur noch eine zugige, von Sprayern verunstaltete Ruine.

Ich finde es interessant einmal diese beiden Gebäude mit ihrer unterschiedlichen Geschichte und der sehr unterschiedlichen zuteigewordenen Pflege gegenüber zu stellen. Leider ist das Bild vom Schwimmbad des Diakonissen-Mutterhauses nicht 100% ausgerichtet. das ist wohl dem Zeitdruck geschuldet, denn wir hatten dort drin zu zweit nur fünf Minuten und mussten noch abwarten, dass sich die Wasseroberfäche beruhigte.

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Strukturen im Watt

Kürzlich habe ich einmal das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden und die Kamera mit zum Strand genommen. Es ging mir in der Hauptsache darum, Strukturen im Watt zu fotografieren. Das habe ich schon öfter versucht, war aber bisher mit den Ergebnissen nie zufrieden.
Dieses mal sind einige Bilder herausgekommen, die zeigenswert sind. Das Problem bei dieser Art Bilder ist ja, dass der Zeitpunkt von Niedrigwasser bzw. schon einigermaßen abgelaufenen Wasser und das richtige Licht zusammenpassen müssen. Da hatte ich diesmal Glück.
Ich bin am späteren Nachmittag relativ rechtzeitig mit ablaufendem Wasser losgelaufen, damit ich die Strukturen ohne Fußabdrücke fotografieren konnte, denn es ist zur Zeit bei warmem Wetter viel Betrieb am Strand. Ein Foto meiner eigenen Abdrücke konnte ich mir dann doch nicht verkneifen.

Die unterschiedlichen Strukturen auf dem ersten Bild waren auf einer Strecke von nur ca. 10-12m zu finden!

 

 

Fototour

Am zweiten April machten Inge, Bernd und ich uns bei bestem Wetter auf in den Harz. Es sollte eine Fototour zu zwei Lost Places werden. Nachmittags trafen wir nach einer weitestgehend störungsfreien Fahrt an unserem ersten Ziel ein. Es handelt sich um ein Ende des 19 Jahrhunderts als Kurhotel erbautes Gebäude, das zu DDR-Zeiten in ein FDGB Erholungsheim umgewandelt wurde.

Bernd fand zielsicher die Lücke im Bauzaun, der rund um das Gebäude aufgestellt worden war, um unliebsame Besucher fernzuhalten :-).

Ich war von einer Bekannten schon mit Informationen und Fotos von dem Gebäude versorgt worden. So fiel mir sofort auf, dass es nach ihrem Besuch dort (Ende Dezember 2018), einen Einsturz in einem Teil des Daches gegeben hatte. Auch im Inneren mussten wir uns sehr vorsichtig bewegen, da die Fußböden teilweise nicht mehr sicher waren.

Es gelang uns aber dennoch dort viele gute Motive zu finden. Nach ca. dreieinhalb Stunden Fotoarbeit machten wir uns auf nach Sorge, wo wir Zimmer für die Übernachtung gebucht hatten. Das Hotel war so eine Art DDR-Revival. Die Zimmer waren entsprechend einfach ausgestattet, aber sauber und in Ordnung und in der Gaststätte hingen die Bilder aller Staatsratsvorsitzenden von Stoph bis Honnecker an der Wand. Das Personal war sehr freundlich und äußerst motiviert. So wurde z. B., weil alle Restaurants im Umkreis geschlossen hatten, extra für uns (wir waren an dem Tag die einzigen Gäste) die Küche in Betrieb genommen.

Nach einem guten Frühstück ging es am nächsten Tag zur Johanniter-Heilstätte in Sorge. Dort waren wir angemeldet und wurden auf einem Rundgang sowohl über eventuelle Gefahren, als auch über die Geschichte der Heilstätte informiert. Eingeweiht wurde sie im Jahr 1902 und wurde bis Ende 1967 als Lungenheilstätte betrieben. Danach übernahm die Nationale Volksarmee der DDR den Gebäudekomplex, der fortan als Kurheim für NVA-Angehörige genutzt wurde. Hinter vorgehaltener Hand wurde sie “Faultierfarm” genannt.

Auch dort gab es unzählige Motive. Allein das riesige Hauptgebäude bietet mit seinen ca. 100m Länge Stoff für mehrere Tage. Wir haben auch nur dort fotografiert und nicht in den Nebengebäuden, die auch interessantes zu bieten haben. Ich denke, da wird es wohl einen weiteren Besuch geben 🙂

Wenn wir unsere Bilder bearbeitet haben, werden wir uns zusammensetzen und eine Auswahl zusammenstellen, die wir an einem der nächste Klubabende präsentieren werden. Vorab gibt es hier schon mal ein paar “Leckerlis”:

  

  

  

Lost Places Tour

In der letzten Woche war ich mit einer Bekannten aus Dresden und einer weiteren Fotografin aus dem Ruhrgebiet auf Lost Places Tour in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Als Basis für die Tour hatten wir Jena gewählt. Von dort aus haben wir dann Tagestouren zu den einzelnen Locations unternommen.

Am Donnerstag waren wir zunächst noch zu zweit in Zeitz, wo wir vier sehr unterschiedliche Locations “abarbeiten” konnten. Am Freitag ging es zunächst zu einem Kulturhaus aus DDR-Zeiten (erbaut Anfang der 50er Jahre). Hier waren wir angemeldet und konnten “ganz offiziell” fotografieren. Auf der Fahrt zu unserem nächsten Ziel, einer verlassenen Lungenheilstätte, kamen wir in einer kleinen Ortschaft an einer leerstehenden Fabrikantenvilla vorbei und beschlossen, diese näher in Augeschein zu nehmen. Die Villa erwies sich als lohnendes Objekt für uns Fotografen. Das war ein kleiner Trost, denn in der Lungenheilstätte war der Verfall inzwischen u. a. durch einen Brand so weit fortgeschritten, dass es nur noch wenige Motive gab.

Den ganzen Samstag verbrachten wir im Schloss Vitzenburg. Hier gab es unzählige Motive, sowohl innen, als auch außen und in den Stallungen. Diese waren kürzlich für Filmaufnahmen neu hergerichtet worden. Auch hier waren wir angemeldet und offiziell unterwegs.

Am Sonntag fotografierten wir zunächst zwei schon länger abgestellte Werkslokomotiven. Danach ging es zu einem Schloss in Friedrichsroda. Hier mussten wir feststellen, wie sich bei einem Lost Place die Dinge innerhalb einiger Wochen ändern können. Alles war verrammelt und verriegelt. Außerdem gab es Kameraüberwachung. Da war nicht hinein zu kommen. Daher musste Plan B herhalten, ein ehemaliges FDGB Hotel im Thüringer Wald. Dort lag noch viel Schnee und die Leute waren auf den Langlaufloipen unterwegs. Im Hotel, einem Plattenbau aus DDR-Zeiten, gab es Feuchtigkeitseinbrüche durch das undichte Dach. Da das schon länger der Fall war, gab es in vielen Zimmern Algenbewuchs auf Decke, Wänden und dem Boden. In den Leitungen gluckerte manchmal das Wasser. Es war schon etwas gespenstisch dort. Zum Schluss waren wir noch in Westthüringen und haben die alte Kutsche eines Bestatters fotografiert.

Alles in allem eine tolle Tour mit sehr unterschiedlichen Motiven, die mir viel Spaß und Lust auf mehr gemacht hat. Hier sind schon mal ein paar erste Bilder:

 

 

Beelitz-Heilstätten

Zwischen den Feiertagen habe ich eine der letzten Gelegenheiten genutzt um in Deutschlands bekanntestem Lost Place, den Beelitz-Heilstätten bei Potsdam, zu fotografieren.

Die Anlage wurde von der Landesversicherungsanstalt Berlin zwischen 1898 und 1930 als Arbeiter-Lungenheilstätte errichtet und umfasst ca. 60 Gebäude. Es waren getrennte Sanatorien für Frauen und Männer eingerichtet. Der größte Teil der denkmalgeschützten Anlage ist bereits saniert und unterschiedlichen Nutzungen (u. a. Reha- und Parkinson-Klinik) zugeführt. Teile der ehemaligen Wirtschaftsgebäude, darunter das Kraftwerk, wurden mit EU-Fördermitteln umfassend saniert und sind heute ein technisches Denkmal, das durch einen Förderverein betreut wird.

Die Büro- und Aufenthaltscontainer der Baufirma sind bereits aufgestellt. Da die Arbeiten aber erst im April beginnen werden, gibt es für Kurzentschlossene bis dahin eventuell noch freie Termine.

Bei dieser Fototour hatten wir sieben Stunden Zeit, um in den letzten unsanierten Gebäuden – der Zenralbadeanstalt, einem Wohnpavillon des Männersanatoriums, dem Verwaltungsgebäude, dem Heizhaus, der Wäscherei, der Fleischerei, sowie diversen kleinen Wirtschaftsgebäuden – zu fotografieren. Der Erhaltungszustand der Gebäude ist sehr unterschiedlich. In den Wirtschaftsgebäuden ist er eher schlecht bis beängstigend, in der Zentralbadeanstalt, dem Wohnpavillon und dem Verwaltungsgebäude deutlich besser. Hier gibt es auch deutlich weniger Graffitis und mutwillige Zerstörung. Mir ging es wie immer auf solchen Touren – ich hätte die doppelte Zeit gebraucht, um alles “im Kasten” zu haben, was ich wollte :-)). Die hier gezeigten Fotos geben einen ersten Überblick.

 

   

 

Nordsee Impressionen

Das schöne Wetter am Wochenende lockte mich an die Nordsee. Da die Badesaison jetzt zu Ende ist, war ich mit Kamera und Stativ am Samstag zwischen Stinteck und Hedwigenkoog und am Sonntag in Sankt Peter Ording unterwegs um mal wieder Landschaftsfotografie zu üben.

Speziell am Samstag zeigte sich der Himmel mit einigen sehr schönen Wolkenformationen von seiner allerbesten Seite. Am Sonntag waren es vor allem die ersten Herbstfarben, die beeindruckten.

Auf dem Watt-Bild mit dem Steinwall ist im diesigen Hintergrund übrigens der Kabelleger zu sehen, der am “Nordlink-Kabel” nach Norwegen arbeitet.