Beelitz-Heilstätten

Zwischen den Feiertagen habe ich eine der letzten Gelegenheiten genutzt um in Deutschlands bekanntestem Lost Place, den Beelitz-Heilstätten bei Potsdam, zu fotografieren.

Die Anlage wurde von der Landesversicherungsanstalt Berlin zwischen 1898 und 1930 als Arbeiter-Lungenheilstätte errichtet und umfasst ca. 60 Gebäude. Es waren getrennte Sanatorien für Frauen und Männer eingerichtet. Der größte Teil der denkmalgeschützten Anlage ist bereits saniert und unterschiedlichen Nutzungen (u. a. Reha- und Parkinson-Klinik) zugeführt. Teile der ehemaligen Wirtschaftsgebäude, darunter das Kraftwerk, wurden mit EU-Fördermitteln umfassend saniert und sind heute ein technisches Denkmal, das durch einen Förderverein betreut wird.

Die Büro- und Aufenthaltscontainer der Baufirma sind bereits aufgestellt. Da die Arbeiten aber erst im April beginnen werden, gibt es für Kurzentschlossene bis dahin eventuell noch freie Termine.

Bei dieser Fototour hatten wir sieben Stunden Zeit, um in den letzten unsanierten Gebäuden – der Zenralbadeanstalt, einem Wohnpavillon des Männersanatoriums, dem Verwaltungsgebäude, dem Heizhaus, der Wäscherei, der Fleischerei, sowie diversen kleinen Wirtschaftsgebäuden – zu fotografieren. Der Erhaltungszustand der Gebäude ist sehr unterschiedlich. In den Wirtschaftsgebäuden ist er eher schlecht bis beängstigend, in der Zentralbadeanstalt, dem Wohnpavillon und dem Verwaltungsgebäude deutlich besser. Hier gibt es auch deutlich weniger Graffitis und mutwillige Zerstörung. Mir ging es wie immer auf solchen Touren – ich hätte die doppelte Zeit gebraucht, um alles “im Kasten” zu haben, was ich wollte :-)). Die hier gezeigten Fotos geben einen ersten Überblick.

 

   

 

Vergessen, Verwüstet, Verloren – Lost Places

Trister November … keine rechte Fotolust, eigentlich eher Fotofrust. Um so überraschter war ich bei einem Anruf unseres Fotokollegen Uli, der für den kommenden Freitag, also übermorgen, einen Trip nach MeckPom vorschlug. Er wollte nur mal hören, wer alles mitkommen wolle. Die ersten, die er angerufen hatte, wären gern dabei, nur leider stand etwas anderes an diesem Wochenende auf ihrem Zettel. Beim letzten FC-Abend, Anfang November, hatte ich mal so nebenbei mein Interesse an einer Fotosession für Lost Places gegenüber Uli, der bereits mehrfach davon beeindruckende Bilder gezeigt hatte, geäußert. Daher konnte ich auf keinen Fall „Nein“ sagen. Freitag, ich war noch gar nicht richtig fertig, meldete sich Uli bereits vor der Zeit zur Abfahrt bereit und empfahl mir noch eine Sonnenbrille einzupacken, kurze Zeit später stand er schon vor der Haustür. Der Trip konnte los gehen, immer der aufgehenden Sonne entgegen. Informationen zum Thema hatten wir schon vorab aus dem Internet gesogen.

Seit Jahrzehnten hat die Halbinsel Wustrow in Mecklenburg-Vorpommern den Beinamen „die verbotene Insel“.
Nur wenige Orte in Mecklenburg-Vorpommern, sind so geheimnisumwittert wie die Halbinsel Wustrow bei Rerik. Die einzige Zufahrtsstraße, der schmale einspurige „Hals“, ist seit vielen Jahren am Ende mit einem Zaun versperrt, der bis in die Ostsee hinein reicht.
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Jugendstil-Architektur

Letztes Wochenende war ich auf Einladung einer Dresdener Fotografin zu einem Architektur-Shooting im alten Kaufhaus in Görlitz. Meine erste Begegnung mit diesem Gebäude war bereits 2010 bei meinem ersten Besuch in der Grenzstadt. Das damals zu Hertie gehörende Kaufhaus war gerade geschlossen worden. Man hatte allerdings Gelegenheit durch die Eingangstür in das Innere zu sehen und ich war total fasziniert von diesem großen, lichtdurchfluteten Inneraum.

Eigentlich habe ich nie wirklich gedacht, dass ich einmal die Gelegenheit haben würde, dort zu fotografieren. Aber manchmal ergeben sich ganz plötzlich Dinge, mit denen man nicht rechnet. Für einen Architektur-Begeisterten wie mich, war es ein tolles Erlebnis in diesem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude mit seiner phantastischen Lichtkuppel zu fotografieren. Leider waren Aufnahmen der durchaus sehenswerten Fassade nicht möglich, da in Görlitz gerade das Altstadtfest stadtfand und alles mit Karussels, Zelten und Buden “zugepflastert” war. So mussten wir uns auf den Innenraum beschränken, der ja, wie man sehen kann, auch einiges zu bieten hat. Da wir nur zu viert waren, stand man sich auch selten einmal im Weg. Ich denke, die Bilder sprechen für sich.

 

   

Alte und neue Architektur

Ich war heute mal wieder in meinem Geburtsort Brunsbüttel (damals hieß das noch Brunsbüttelkoog) um zwei markante Objekte zu fotografieren. Zum einen geht es um den historischen Leuchtturm auf der Mole 1 und zum anderen um das Verwaltungsgebäude der Reederei Erwin Strahlmann.

Der die Zufahrt zu den kleinen Schleusen des NOK markierende Leuchtturm auf der Mole 1 wurde 1895 erbaut. Die 13,40m hohe Gusseisenkonstuktion mit grünem Leuchtfeuer steht auf einem Sockel aus Granitsteinmauerwerk. Die filigran anmutende Bauweise steht in krassem Gegensatz zu modernen Leuchtfeuern. Da die Mole leider nicht mehr betreten werden darf, kamen für die Bilder überwiegend längere Brennweiten zum Einsatz (zw. 66 u. 200mm).

Ein sehr markanter Punkt des Stadtbildes ist das Verwaltungsgebäude der Reederei Erwin Strahlmann. Das durch Form und Materialien sehr hanseatisch wirkende Gebäude wurde 2009 fertiggestellt. Die ästhetisch wirkende Gesamtanlage ist einfach ein Hingucker. Das ist moderne Architektur, wie ich sie leiden mag. Hier konnte ich dann auch wieder mein 24mm Tilt-Shift Objektiv einsetzen. Leider war auch das noch zu lang, um das Parkplatzschild in der Frontansicht “verschwinden” zu lassen. Dafür waren sogar 16mm noch zu lang.

Hier nun die Bilder: