Wenn ein Zug vorüberfährt…

Rolf und ich stehen an einem Feldrand und unterhalten uns, da hören wir den langgezogenen Warnpfiff der SHB beim Straßenübergang. “Da muß jetzt irgendwo die Bahn vorbei fahren”, sage ich und hebe dabei die Kamera hoch, drehe auf Programmautomatik, ziele in die Richtung und löse aus. Mehr Zeit hatte ich auch nicht für eine bessere Kameraeinstellung. Das Ergebnis davon seht ihr hier links. Seien wir mal ehrlich, so ein Bild ist für die Tonne. Der Himmel total ausgewaschen, das ganze Bild ohne Struktur. Den Bildaufbau wollen wir hier mal nicht berücksichtigen.

Auch eine Bearbeitung der JPEG-Datei bringt wenig. Man kann es am nächsten Bild (rechts) sehen. Die Tonwerte sind etwas verändert worden, sodaß das Histogramm an beiden Enden abgeschlossen ist. Mehr als eine flaue Wolkendecke und etwas kontrastreichere Landschaft ist aus dem Bild nicht heraus zu holen. Also doch ab in die Tonne?

Es stellt sich ja immer immer wieder die Frage, warum soll ich eigentlich die Bilder im Raw-Format speichern? Ganz einfach, weil ich eben bei solchen Bildern etwas mehr heraus bekomme, als die Kamera es automatisch macht. Man kann es unschwer am nächsten Bild erkennen. Die Wolken sind deutlich herausgearbeitet und die Landschaft hat auch Struktur. Der Wolkenschatten ist gut abgegrenzt und gibt dem Bild dann doch noch etwas Stimmung. Aber wohl gemerkt, das unbearbeitete RAW-Bild sieht fast genauso wie das JPEG-Bild aus. Da darf man sich also nicht täuschen lassen.

Die meisten Bilder speichere ich sowohl im RAW- als auch im JPEG-Format ab. Von dem Mehraufwand für die Kamera merke ich eigentlich nichts. Einzig benötige ich eine höhere Speicherkapazität, sowohl auf der Speicherkarte in der Kamera, als auch später, nach der Übertragung auf den Computer. Je RAW-Bild sind es bei mir ca.18 MB und dazu nochmal 6 MB für das JPEG-Bild. Bei den heutigen Speicherkarten-Preisen und -Kapazitäten ist das eigentlich kein Thema mehr. Man sollte nur auf entsprechende Lese- und Schreibgeschwindigkeit achten. Dann sind es natürlich nicht die ganz billigen Karten, aber man braucht auch nicht in den Höchstbereich greifen, wenn man ohnehin keine Hochgeschwindigkeits-Reihenfotos schiesst. Aber für diesen Fall kann man RAW ja auch abschalten. Die meisten JPEG-Bilder kann ich für die Weiterverarbeitung schon gebrauchen, muß also gar nicht das RAW-Format anfassen. Diese Dateien können gleich nach dem ersten Sichten und verstichworten auf die Sicherungsplatte.

Ich muß aber gestehen, daß ich bei einigen RAW-Bildern Probleme habe, die JPEG’s genauso, wie die automatischen hin zu bekommen.

Es würde mich schon sehr interessieren, wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder es anders macht.

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Alfred
Gast

Das ist eine gute Demonstration für die RAW-Verwendung!