Fotografisches Wissen

Wer weiss schon, wie ehemals unsere Altvorderen ihr Weltgeschehen „augenblicklich“ ins rechte Bild setzten,

Handkolorierte Daguerreotypie (1850 J. Garnier)

damit wir heute sehen, was sie gesehen haben. Interessant zu lesen, wie sie die eine oder andere „Lehrmeinung“ vertreten und verbreitet haben. Wäre interessant zu wissen, an welchen irrigen Lehrsätzen wir uns heutzutage festhalten. Aber egal, Albumin-, Collodium- und Rosinenverfahren sind mir fremd gewesen und sind doch die vielfältigen Entwicklungs- und Findungswege unserer Vorväter der Grundstock für die heutigen Fotografie-, Druck- und Bildgebungsverfahren. 

Dank auch an das Projekt Gutenberg, Gooogle-books und Helfershelfer, haben wir durch diese Projekte gewaltigen Lesestoff im Public Domain (bei einigen Büchern fehlen zwar einige Passagen, verursacht durch Fehler beim Scannen, aber andere Bücher sind von hervorragender Qualität).

Hier stehen einige Bücher für Photographie

Handbuch der Photographie auf Metallplatten, Papier und Glas …‎, Christian Heinrich Schmidt, Barreswil (Charles Louis, M.), E. de Valicourt, Jean-Baptiste-Louis Gros (baron.), Louis Désiré Blanquart-Evrard, Alphonse Davanne

Handbuch der praktischen Photographie: vollständiges Lehrbuch zur Ausübung …, L.-G. Kleffel

Daguerreotype, Volume 3

Photographisches Lexicon: ein Alphabetisches Nachschlage-Buch für den …

Die Photographie auf Collodium: Darstellung eines einfachen und leicht …, Désiré van Monckhoven, A. H. Wieske

Die Kunst der Photographie: Eine Anleitung zur Erzeugung photographischer …, G. C. Hermann Halleur, Franz Schubert

Photographische Mitteilungen, Volume 4, Verein zur Förderung der Photographie

Photographisches Archiv, Band 5, Paul Eduard Liesegang u.a.

Vollständiges Handbuch der Photographie: Inbegriff aller bekannten und …, Désiré van Monckhoven, K. de Roth

Lehrbuch der Mikroskopischen Photographie: mit Rücksicht auf …, Oscar Reichardt, Carl Stürenburg

Mikrographie, oder Anleitung zur Kenntnis und zum Gebrauche des Mikroskops‎, Hugo von Mohl

Ausstellungseröffnung Heider Fototreff

Am Montag, 29.08.2011, eröffnete der Heider Fototreff ExKurs seine Fotoausstellung „Ansichtssache“ im Rahmen des Kunstgriffs.

Silke, Jürgen und Alfred haben dort den Fotoclub vertreten, um sich über die Arbeit der Heider Kollegen zu informieren.

Es werden teils sehr originelle Ansichten gezeigt, die zum Nachdenken oder Schmunzeln anregen. Collagen und interessante Anordnungen bieten Anregungen für eigene Experimente.

Im ausliegenden Flyer über den Fototreff wurden auch unser Fotoclub und die Kurse an der VHS erwähnt.

Die Ausstellung ist bis zum 24.09.2011 in der Dithmarscher Volks- und Raiffeisenbank, Markt 24-26, Heide im Rahmen der Banköffnungszeiten zu sehen.

Ein kleines Webalbum zeigt einen Überblick über die Eröffnung.

Filteradapter

Bild 1 festgeklemmten Filteradapter lösen

Mithilfe von Filteradaptern kann man Filter mit einem anderen Durchmesser als dem des Objektivs benutzen (z.B. 58mm-Filter an 52mm-Objektiv s. Bild 4).

Das gleiche gilt auch für anderes Zubehör mit einem Standard-Filtergewinde; z.B. Konverter oder Vorsatzlinsen. Die Filteradapter sind einfach gefertigt – meist Alu eloxiert, sehr dünn und trotzdem stabil! Keine Beeinträchtigung für Filter etc., können aber verkanten bzw. verklemmen (Tipp: mit Kabelbinder lösen! s. Bild 1 rechts, dadurch hat man einen gleichmässigen Dreh- und Druckpunkt.

Bild 2 Retroadapter

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Vergleich RAW-JPG

Ich hab mal Bernds JPG-Bild genommen, so wie es aus der Kamera kommt (also nicht das aus RAW entwickelte) und mit FixFoto nachbearbeitet: Himmel maskiert, dann dort die Helligkeit verringert, Kontrast erhöht. Maskierung invertiert und den Vordergrund ganz normal mit dem Benutzerdialog bearbeitet.

(Links zu den Bildern stehen nicht mehr zur Verfügung.)

Ganz links das einfache JPG-Bild von Bernd, in der Mitte das von mir aus dem JPG-Bild bearbeitete. Rechts das von ihm aus RAW entwickelte. Durch Anklicken kann man eine Großansicht sehen.

Ergebnis meiner Bearbeitung aus dem JPG-Bild: Der Vordergrund lässt sich gut nachbearbeiten und wird dadurch noch um einiges „knackiger“, der Himmel macht Probleme: in den weißen Wolken ist im JPG-Bild keine Reserve mehr drin und da bekommt man dann die Strukturen auch nicht wieder rein. Dafür ist RAW viel besser geeignet!

Wer also mit seiner Kamera die Möglichkeit hat, in RAW zu fotografieren, sollte das gerade bei so kritischen Motiven mal ausprobieren.

Wenn ein Zug vorüberfährt…

Rolf und ich stehen an einem Feldrand und unterhalten uns, da hören wir den langgezogenen Warnpfiff der SHB beim Straßenübergang. „Da muß jetzt irgendwo die Bahn vorbei fahren“, sage ich und hebe dabei die Kamera hoch, drehe auf Programmautomatik, ziele in die Richtung und löse aus. Mehr Zeit hatte ich auch nicht für eine bessere Kameraeinstellung. Das Ergebnis davon seht ihr hier links. Seien wir mal ehrlich, so ein Bild ist für die Tonne. Der Himmel total ausgewaschen, das ganze Bild ohne Struktur. Den Bildaufbau wollen wir hier mal nicht berücksichtigen.

Auch eine Bearbeitung der JPEG-Datei bringt wenig. Man kann es am nächsten Bild (rechts) sehen. Die Tonwerte sind etwas verändert worden, sodaß das Histogramm an beiden Enden abgeschlossen ist. Mehr als eine flaue Wolkendecke und etwas kontrastreichere Landschaft ist aus dem Bild nicht heraus zu holen. Also doch ab in die Tonne?

Es stellt sich ja immer immer wieder die Frage, warum soll ich eigentlich die Bilder im Raw-Format speichern? Ganz einfach, weil ich eben bei solchen Bildern etwas mehr heraus bekomme, als die Kamera es automatisch macht. Man kann es unschwer am nächsten Bild erkennen. Die Wolken sind deutlich herausgearbeitet und die Landschaft hat auch Struktur. Der Wolkenschatten ist gut abgegrenzt und gibt dem Bild dann doch noch etwas Stimmung. Aber wohl gemerkt, das unbearbeitete RAW-Bild sieht fast genauso wie das JPEG-Bild aus. Da darf man sich also nicht täuschen lassen.

Die meisten Bilder speichere ich sowohl im RAW- als auch im JPEG-Format ab. Von dem Mehraufwand für die Kamera merke ich eigentlich nichts. Einzig benötige ich eine höhere Speicherkapazität, sowohl auf der Speicherkarte in der Kamera, als auch später, nach der Übertragung auf den Computer. Je RAW-Bild sind es bei mir ca.18 MB und dazu nochmal 6 MB für das JPEG-Bild. Bei den heutigen Speicherkarten-Preisen und -Kapazitäten ist das eigentlich kein Thema mehr. Man sollte nur auf entsprechende Lese- und Schreibgeschwindigkeit achten. Dann sind es natürlich nicht die ganz billigen Karten, aber man braucht auch nicht in den Höchstbereich greifen, wenn man ohnehin keine Hochgeschwindigkeits-Reihenfotos schiesst. Aber für diesen Fall kann man RAW ja auch abschalten. Die meisten JPEG-Bilder kann ich für die Weiterverarbeitung schon gebrauchen, muß also gar nicht das RAW-Format anfassen. Diese Dateien können gleich nach dem ersten Sichten und verstichworten auf die Sicherungsplatte.

Ich muß aber gestehen, daß ich bei einigen RAW-Bildern Probleme habe, die JPEG’s genauso, wie die automatischen hin zu bekommen.

Es würde mich schon sehr interessieren, wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder es anders macht.