Skorpionsfliege

Manchmal muss man auch Glück haben:

Ich krieche am Morgen auf der Terrasse herum, um meine neuen Automatik-Zwischenringe auszuprobieren, da sehe ich aus dem Augenwinkel, wie sich ein Insekt niederlässt. Vorsichtiges
Annähern zeigt das Männchen einer Skorpionsfliege. Eine ganz aparte Fliege, die ich ab und zu sehe, aber fast nie zum Fotografieren kommen kann. Also schnell und behutsam die Kamera auf den Bohnensack gelegt und ein Belegfoto auf den Platten aufgenommen.

Schon fliegt das Tier davon, aber zum Glück nur ein paar Zentimeter auf die Pflanzen rund um die Terrasse. Kamera aufs Stativ gesetzt, Höhe eingestellt und wieder fotografiert. Natürlich war der Standpunkt nicht optimal, also langsam das Stativ mit Kamera besser positioniert. Nach wenigen Bildern fliegt das Tierchen ein paar Zentimeter weiter an eine andere Stelle.

Wieder das Stativ nachgerichtet und neu fokussiert. Die Fliege sitzt zum Glück immer mal ein oder höchstens zwei Minuten regungslos, dann dreht sie sich in eine andere Richtung oder fliegt wieder ein kleines Stück auf eine andere Pflanze. Ich bin als permanent am Nachjustieren der Stativhöhe und -beine und der Kameraposition. Zum Glück war es morgens wenigstens fast komplett windstill, so dass diese Fehlerquelle weg fiel.

Dann bin ich schnell nach drinnen gegangen, um das Objektiv gegen das richtige Makroobjektiv zu tauschen. Da klingelt zwischendurch das Telefon und ich muss kurz Hilfestellung geben. Wieder
draußen, sitzt die Fliege zum Glück noch an gleicher Stelle. Also habe ich jetzt mit dem Makroobjektiv etliche Bilder aufgenommen, immer verbunden mit ständigem Ortswechsel.

Schließlich wird der einsetzende Regen so stark, dass ich es vorziehe, die Aktion abzubrechen. Immerhin hatte ich fast eine halbe Stunde Zeit, etwas auszuprobieren. Natürlich waren die
Lichtverhältnisse nicht gerade optimal und alle Fotos mussten mit ISO 1600 aufgenommen werden.

Blauviolette Pilze

In jedem Jahr wachsen bei uns im ‘Wald’ einige wenige blaue oder violette Pilze. Sie bleiben meistens sehr klein, vielleicht höchstens so wie ein kleiner Finger. Entsprechend muss man sie in und unter der dicken Laubschicht suchen und wissen, wo sie stehen.

Wenn ich richtig recherchiert habe, handelt es sich um den Violetten Lacktrichterling, der in vielgestaltiger Form auftritt. Bei feuchtem Wetter ist die Farbe richtig kräftig blau bis violett, bei Trockenheit können die Hüte auch schon mal nur blaßblau bis weiß aussehen.

Es reizt mit immer wieder, diese aparten Pilze aufzusuchen und aus verschiedenen Perspektiven und bei verschiedenen Lichtverhältnissen aufzunehmen.

Der Herbst rückt näher

So langsam verabschieden sich die warmen Tage und die Blätter von den Bäumen. Bei meiner Suche nach attraktiven Pilzen finde ich immer wieder auch etliche Blätter, die sich bereits bis zum Skelett aufgelöst haben.

 

 

Das sind natürlich attraktive Fotomotive, vor allem im Gegenlicht. Das Problem ist immer, dass diese Blätter ja auf dem Boden liegen und für die Bilder zunächst irgendwie an kleine Ästchen oder Halme angehängt werden müssen. Da spielt auch ein leichter Wind dann allzugern mit den federleichten Blättern und erschwert das exakte Ausrichten und Scharfstellen.

Spielerei mit der Bildbearbeitung

Ich habe einige Bilder per Bildbearbeitung ein wenig verfremdet oder umgestaltet und daraus eine Collage gebaut:
So etwas nutze ich gern, um die Funktionen des Programms kennenzulernen, die man normalerweise nicht so häufig anwendet. Das gibt einem Sicherheit und vermehrt das Wissen, wenn es mal darauf ankommt, so etwas ernsthaft einsetzen zu müssen.

Schneckenballett

Wir haben heute eine große Menge Bärlauch geerntet, um daraus ein Pesto herzustellen. Auf einem der Blätter kroch eine kleine Minischnecke von vielleicht 5 oder 6 mm Gehäusegröße. Das war die Gelegenheit, studiomäßig eine Serie zu fotografieren.

Also schnell einen Hintergrund geholt, in einem Ständer mit Krokodilklemme das Bärlauchblatt mit aufsitzender Schnecke befestigt, die Kamera in Position gebracht und dann die Bilder aufgenommen.

Man glaubt ja gar nicht, wie schnell auch eine Schnecke ist, wenn es bei der Schärfe auf Bruchteile eines Millimeters ankommt. Mehrfach musste ich das Blatt auch umdrehen oder neu befestigen, weil das Tierchen schon wieder am Rand angekommen war.

Aus den Bildern habe ich diese Collage zusammengestellt:

 

Der Frühling kommt

Jetzt ist wieder die Zeit, wo man jeden Tag ums Haus gehen kann und immer ein paar neue Blüten oder Gewächse entdecken kann, die sich auf dem Weg in den Frühling machen.
 
So habe ich heute den Sonnenschein genutzt, um mein neues Stativ auszuprobieren. Trotz des teils heftiges Windes konnte ich einige zeigenswerte Bilder aufnehmen, die ich zu einer Collage verarbeitet habe:
 
 
Wer noch mehr sehen möchten, kann sich dieses Webalbum ansehen.  (Die Bilder bleiben dort eine Weile stehen, bis sie durch weitere abgelöst werden.)