100 Jahre Bauhaus

Mein Beitrag zum Bauhaus-Jubiläum ist die Gegenüberstellung zweier Gebäude, die ich auf unserer letzten Fototour aufgenommen habe. Beiden gemein ist, dass sie nicht direkt mit dem Bauhaus in Verbindung stehen, aber in starker Anlehnung an den Baustil gebaut wurden.

Bei dem ersten handelt se sich um das von dem Architekten Godehard Schwethelm von 1932 bis 1934 erbaute Diakonissen-Mutterhaus in Elbingerode. Dieses Gebäude ist wirklich Ehrfurcht einflößend, weil es noch zu fast 100% im Originalzustand ist. Selbst die Möbel (teilweise neu aufgepolstert) sind größtenteils noch original. Bei einer Führung durch das Gebäude offenbart sich die Weitsicht des damals erst 32jährigen Architekten. So ließ er schon zu damaliger Zeit in der auch als Mehrzweckraum genutzten Kirche eine motorgetriebene Leinwand einbauen und sorgte, trotz des jugendlichen Durchschnittsalters der damaligen Schwesternschaft, für den Einbau eines Aufzuges. Dieser wird von den heutigen Schwestern sehr geschätzt. Im gesamten Gebäude findet man den Stil des Bauhauses, obwohl der Architekt nie dort studiert hat.

Das zweite Gebäude ist das in den 50er Jahren von der DDR erbaute FDGB-Erholungsheim „Fritz Heckert“ in Gernrode. Auch in diesem, im Stil der Klassischen Moderne erbauten Gebäude, finden sich viele Bauhaus-Elemente. Das Ferienheim wurde mit dem erlöschen des FDGB 1990 geschlossen. Im Laufe der nächsten Jahre wurde es völlig geplündert. Möbel, Geschirr, und Kücheneinrichtung verschwanden. Selbst die Balkon- und Treppengeländer fielen Schrottsammlern zum Opfer. Momentan ist es leider nur noch eine zugige, von Sprayern verunstaltete Ruine.

Ich finde es interessant einmal diese beiden Gebäude mit ihrer unterschiedlichen Geschichte und der sehr unterschiedlichen zuteigewordenen Pflege gegenüber zu stellen. Leider ist das Bild vom Schwimmbad des Diakonissen-Mutterhauses nicht 100% ausgerichtet. das ist wohl dem Zeitdruck geschuldet, denn wir hatten dort drin zu zweit nur fünf Minuten und mussten noch abwarten, dass sich die Wasseroberfäche beruhigte.

Beim Klick auf die Bilder öffnet sich eine Galerie.

  

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Fotoausstellung in den Deichtorhallen

Am Mittwoch habe ich mit Uli und Jürgen die Deichtorhallen in Hamburg besucht. Im dortigen „Haus der Photographie“ haben wir uns zwei Ausstellungen angesehen.

In „Gute Aussichten 2018/2019“ sahen wir Arbeiten junger Fotografen. Diese waren zum Teil ungewöhnlich bzw. unüblich. Sie zeigen, wie sich junge Leute heutzutage mit der Fotografie auseinandersetzen und das machen sie halt teilweise anders, als wir es gewohnt sind. Insofern bot sich hier ein toller Blick über den Tellerrand des Eingefahrenen hinaus.

Die andere Ausstellung, „Leben“, des Fotografen Walter Schels, war zum größten Teil in Schwarzweiß gehalten. Einzige Ausnahmen waren einige wenige Polaroids. Schels beschäftigt sich in seinen Bildern sehr facettenreich mit dem Leben, aber auch mit dessen Ende. Die Bilder sind aus sehr unterschiedlichen Bereichen der Fotografie, wie z. B. Portrait, Stillife und Streetfotografie. Sehr eindrucksvoll sind seine Arbeiten aus verschieden „Tabubereichen“, wie geistig Behinderte, Transsexuelle, die er fotografisch auf ihrer Reise ins andere Geschlecht begleitet hat und die Aufnahmen von Toten.

Man konnte vieles über Bildaufbau und  Gestaltung und zum Teil ungewöhnliche, aber wirkungsvolle Schnitte mitnehmen. Alles in allem war es ein sehr gelungener Tag!
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Insektenstacks im Sommer

Über den Sommer habe ich immer wieder versucht, ein paar Insekten per Focus-Stacking aufzunehmen. Das ist ja nicht ganz so einfach, weil die Tierchen ja nicht wissen, dass sie 20 oder 30 Sekunden absolut still sitzen sollen ;). Wanzen sind da z.B. recht pflegeleicht und erhöhen die Chancen, entsprechend finden sich in meiner Sammlung auch verschiedene Arten davon.

Manchmal hat man auch am frühen Morgen Glück, wenn die Insekten noch sehr träge sind.

Alle Bilder sind wieder in meinem „Terrassenstudio“ entstanden, Ein Klick auf das Beispielbild zeigt eine Auswahl meiner Bildergebnisse.

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Ostseewellen bei stürmischem Wetter

Bei unserem diesjährigen Aufenthalt an der dänischen Ostseeküste gab es wieder einige recht stürmische Tage. Ich habe deshalb die Gelegenheit genutzt, um mit Langzeitbelichtung und einem Graufilter die Wellen zu fotografieren. Das ist nicht so einfach, wie ich zunächst angenommen hatte. Dies auch, wenn die Küste außer Sand und einigen dicken mit Blasentag bewachsenen Findlingen im Wasser keine spektakulären Locations bietet. Deshalb habe ich mich auf Details konzentriert, die wesentlich interessanter waren als Totalansichten.

Sodann ist es nicht empfehlenswert, an den Strand zu gehen und wild darauf los zu fotografieren. Zunächst habe ich mich hingesetzt und die Wellen gelesen. Erst dann konnte ich erkennen, dass dies wilde Wassergetümmel einem gewissen Rhythmus folgt. Nach zumeist 7 „normalen“ Wellen folgt eine oder auch mehrere, die sich besonders hoch aufbauen und schöne Bilder beim Umschlagen und Brechen ergeben. Danach suchte ich mir interessante Strandabschnitte aus, an dem sich die Wellen brachen und Gischt erzeugte. Das habe ich dann versucht, mit verschiedenen Einstellungen auf die Platte zu bannen. Anbei einige Beispiele. Mehr mit einem Klick auf diesen Link.

 

 

 

 

 

 

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